Gemeinsam Zeit verbringen und Adventkranz binden

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! - am 27. November ist der erste Advent, die Zeit der Einstimmung auf Weihnachten beginnt. (Bildquelle: Thomas Resch)
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! - am 27. November ist der erste Advent, die Zeit der Einstimmung auf Weihnachten beginnt. (Bildquelle: Thomas Resch)

Gestalten Sie mit Ihrer Familie oder im engen Freundeskreis einen Nachmittag bei Adventkranzbinden, Punsch, gebratenen Maroni und duftenden Bratäpfeln. Für heimisches Schmuckreisig müssen Sie in der Regel nicht weit fahren, aber eine Vorbestellung ist in jedem Fall sinnvoll. Importware wird oft früh geschnitten, nadelt dann bald und legt zudem weite, klimaschädliche Transportwege zurück. Reisig und Weihnachtsbäume aus heimischer Produktion, gekennzeichnet mit der rot-weiß-roten oder blau-gelben Schleife, sind frisch, länger haltbar und klimaschonend. Besonders würzig-harzig duften Zweige von Waldkiefer, Rotfichte oder Edeltanne. Der Garten bietet zudem zahlreiche, weitere natürliche Materialien zum Dekorieren. Ein gemeinsamer Nachmittag beim Adventkranzbinden bedeutet vor allem eines: Zeit mit lieben Menschen zu verbringen. Ein einfaches, doch nicht selbstverständliches und deshalb umso wertvolleres Geschenk.   

„Greifen Sie bei der Weihnachtsdekoration bewusst zu Naturmaterialien statt Plastik. Kunststoffpartikel reichern sich in unserer Umwelt an und belasten diese und letztlich auch uns selbst in vielerlei Hinsicht. Natürliche Materialien wie Reisig, Zapfen, Nüsse oder Zieräpfel sind abbaubar, Plastik hingegen zirkuliert über Jahrhunderte in natürlichen Kreislaufsystemen“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Adventkranz binden

Der Kranzring kann selbst aus jungen Haselnusstrieben, Weidenruten oder langen Ranken von Hopfen oder Waldrebe geformt werden. Ebenso kann ein klassischer, wiederverwendbarer Kranzrohling aus Stroh oder ein Metallring verwendet werden. Um den Kranzkörper eines dünnen Kranzrings voluminöser zu gestalten, kann dieser mit eingedrehten Zeitungspapierseiten ummantelt und mit Naturspagat zur Fixierung umwickelt werden. Decken Sie den Arbeitstisch zum Schutz vor Verschmutzung ab. Bereiten Sie Bindematerial, also Reisig oder andere dekorative Zweige wie etwa von Stechpalme, Buchs, Efeu oder Mistel, bereits in etwa 10 cm Länge vor. Bündeln Sie nun drei Zweige, legen Sie diese an den Kranzkörper an und halten Sie das Ganze mit einer Hand fest. Fixieren Sie das Reisigbündel mit Bindedraht mit einer zunächst lockeren Wicklung um den Kranzkörper. Mit der anderen Hand richten Sie das Bündel bei Bedarf noch aus, wickeln den Draht ein weiteres Mal über das Bündel und um den Kranzkörper und ziehen den Draht dabei jetzt fest. Legen Sie das nächste 3er Bündel überlappend auf das vorherige Bündel, um die holzige Zweigbasis und den Draht zu verdecken und fixieren Sie das neue Bündel wie zuvor beschrieben. Auf diese Weise wird das Binden fortgesetzt. Das letzte Zweigbündel wird behutsam unter das erste geschoben. Fertig ist der eigene Adventkranz, der nun mit Kerzen und Naturmaterialien persönlich gestaltet werden kann. Legen Sie den Kranz auf einen schönen, großen Teller oder ein Tablett, um den Tisch vor Wachstropfen zu schützen und Ihr Meisterwerk in Szene zu setzen.

Tipp: Aus Schmuckreisig können auch kleine Christbaumvarianten gestaltet werden.

Unter www.weihnachtsbaum.at finden Sie heimische Christbäume aus (Nieder-) Österreich.

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