Erstes Landzinshaus in Österreich eröffnet

Erstes Landzinshaus in Österreich eröffnet
Brot und Salz gab es zum Einzug ins erste Landzinshaus Österreichs: Unternehmer Hans Peter Haselsteiner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in Mitterndorf an der Fischa (Bildquelle: Thomas Resch)

In Mitterndorf an der Fischa wurden in den vergangenen Monaten in modularer Holzbauweise elf Wohneinheiten (neun Mietwohnungen und zwei Doppelhaushälften) errichtet. Das Projekt „Landzinshaus“, das erste derartige Wohnprojekt in Österreich, wurde heute im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Hans Peter Haselsteiner offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Für die Landeshauptfrau muss Wohnen „leistbar sein und leistbar bleiben, und zwar in allen Regionen Niederösterreichs“. Wohnbau müsse zudem ressourcenschonend sein und auch abänderbar sein für alle Lebensphasen. „All das verfolgt die blau-gelbe Wohnbaustrategie“, so Mikl-Leitner. Dieses Vorzeigeprojekt in Mitterndorf sei im Miteinander entstanden. Sie wünschte den Bewohnern, dass sie sich in den eigenen vier Wänden nicht nur wohlfühlen, sondern hier auch soziale Kontakte knüpfen.

Die Landzinshäuser sind eine Entwicklung der LZH Landzinshaus GmbH, die sich in mehrheitlichem Besitz von Hans Peter Haselsteiner befindet. Für Haselsteiner ist heute ein eigenes Haus für viele nicht leistbar. Mit Projekten wie dem Landzinshaus wolle man darauf Antworten geben. Das erste Landzinshaus Österreichs befinde sich im größten Bundesland mit dem „größten Potenzial“.

Bürgermeister Thomas Jechne freute sich, dass in Mitterndorf das erste derartige Projekt errichtet wurde, und zwar auf den letzten Baureserven der Gemeinde. Das „vorbildliche Projekt“ füge sich auch ausgezeichnet in die Umgebung ein.

Das Vorhaben ist in enger Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Bauträger und Projektverantwortlichen wie dem Unternehmer Hans Peter Haselsteiner verwirklicht worden. In den kommenden Jahren sollen weitere Landzinshäuser entstehen; allein in Niederösterreich sind bereits 15 konkrete Standorte vorgesehen.

Beim Landzinshaus geht es darum, in Zuzugsgemeinden und in den Speckgürteln rund um die großen Städte leistbaren Wohnraum zu schaffen. Dabei werden Einfamilienhausgrundstücke so effizient bebaut, dass darauf vier bis acht Wohneinheiten entstehen.