Donau-Hochwasserschutz in Niederösterreich soll weiter ausgebaut werden

(v.l.n.r.): Staatssekretär Magnus Brunner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
(v.l.n.r.): Staatssekretär Magnus Brunner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (Bildquelle: BKA / Andy Wenzel)

Brunner / Pernkopf: „Sicherheit der Menschen und Renaturierung der Flüsse als gemeinsame Schwerpunkte“

Staatssekretär Magnus Brunner empfing den niederösterreichischen LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zu einem Antrittsbesuch, bei dem der weitere Ausbau der Hochwasserschutz-Anlagen und die Renaturierung von Flüssen im Mittelpunkt standen. „Gerade entlang der Donau haben Jahrhundert-Hochwässer wie im Jahr 2002 horrende Schäden angerichtet. Damals erfolgte auch der Startschuss für umfassende Hochwasserschutz-Maßnahmen entlang des größten Flusses Österreichs, die von Bund, Ländern und Gemeinden ausgearbeitet und getragen werden. Das aktuelle Bauprogramm in Niederösterreich reicht noch bis ins Jahr 2021, insgesamt werden dann seit 2007 rund 320 Millionen Euro in Schutzbauten investiert worden sein. Aber schon jetzt arbeiten wir gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf an den weiterführenden Plänen, denn auch im Jahr 2022 werden die Schutzmaßnahmen noch nicht komplett abgeschlossen sein,“ so Brunner.

Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hat die Sicherheit der Menschen oberste Priorität: „Die schon bestehenden Hochwasserschutzanlagen an der Donau haben sich bereits hervorragend bewährt. Gemeinsam mit dem Bund wollen wir nun auch die Umsetzung der noch fehlenden Schutzprojekte sicherstellen. Die Verhandlungen mit dem Bund werden dazu nun mit Staatsekretär Magnus Brunner intensiviert. Gemeinsam wollen wir Niederösterreich sicherer machen und die Menschen und ihr Hab und Gut schützen.“ Zahlreiche Schutzanlagen wie beispielsweise in Ybbs, Melk, Spitz, Weißenkirchen, Mautern, Krems und Korneuburg konnten in den letzten Jahren fertiggestellt werden. Derzeit in Bau befinden sich unter anderem Projekte in Schallemmersdorf und Schönbühel-Aggsbach. Bereits in wenigen Wochen soll fixiert werden, mit welchen Summen für den weiteren Schutz-Ausbau zu rechnen sein wird und welche Projekte Priorität haben.

Als weiteren Schwerpunkt haben Brunner und Pernkopf die Gewässer-Renaturierung definiert: „Wir wollen unseren Flüssen wieder mehr Platz geben. Das freut die Natur und kommt Fauna und Flora zugute. Das hilft aber auch im Hochwasserfall, wenn wertvolle Rückhalteräume vorhanden sind. Und nicht zuletzt schaffen wir so auch attraktive Naherholungsräume für die Menschen,“ so die beiden unisono.

Im Moment werden in Niederösterreich unter anderem gerade das LIFE-Projekt ‚Auenwildnis Wachau‘ an der Donau und Renaturierungsprojekte an der Thaya und der March umgesetzt. In der Wachau werden dafür derzeit 3,9 Mio. Euro investiert und Nebenarme wieder an den Hauptstrom der Donau angebunden, während an der Thaya ehemals abgetrennte Flussschlingen diesseits und jenseits der Staatsgrenze wiederangeschlossen werden. In Fischamend wiederum wird innerhalb des Nationalparks Donau-Auen die harte Uferverbauung der Fischamündung entfernt und natürliche Strukturen geschaffen, damit können Fischarten wieder besser wandern und laichen. Vor kurzem abgeschlossen werden konnte das LIFE-Projekt der Renaturierung der unteren March-Auen. Dafür wurden 3,75 Mio. Euro investiert, die unter anderem gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, wie etwa Rot- und Schwarz-Milan, Seeadler, Hügelnelke oder Urzeitkrebse zu Gute kommen.