Distance-Learning in Niederösterreich bringt erste Bilanz

(v.l.n.r.): Bildungsdirektor Johann Heuras, Landesschulsprecher Benjamin Koiser und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister
(v.l.n.r.): Bildungsdirektor Johann Heuras, Landesschulsprecher Benjamin Koiser und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (Bildquelle: Kraus)

LR Teschl-Hofmeister: „Technisch funktioniert es mehrheitlich gut, inhaltlich gilt es nun Druck herauszunehmen“

In einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch mit Bildungsdirektor Johann Heuras und Landesschulsprecher Benjamin Koiser hat Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gestern Bilanz zum derzeit stattfindenden Distance-Learning gezogen. „Wir befinden uns in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation und haben uns genau angesehen, wie die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler damit zurechtkommen. Jetzt legen wir den Fokus auf die Eltern und ihre Situation und haben Rückmeldung bekommen, dass es da Probleme gibt. So gilt es nun inhaltlich Druck herauszunehmen und dafür zu sorgen, dass der Umfang der Aufgaben und Übungen verringert wird“, erklärt Teschl-Hofmeister im Anschluss an die virtuelle Lagebesprechung mit der pädagogischen Leiterin der NÖ Bildungsdirektion, Doris Wagner und den BildungsmanagerInnen der sechs NÖ Bildungsregionen.

Die Pädagoginnen und Pädagogen werden nun verstärkt darauf achten, die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern nicht mir Lerninhalten zu überfordern. „An der Umfrage der Landesschülervertretung haben mehr als 2.700 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Die Rückmeldungen waren mehrheitlich positiv und auch technisch funktioniert es laut der Erhebung Großteils gut. Ein ganz besonderer Dank gilt vor allem den IT-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Endgeräte entsprechend einrichten und die Schülerinnen und Schüler servicieren“, so Teschl-Hofmeister. Bildungsdirektor Johann Heuras bittet die Pädagoginnen und Pädagogen einander zu unterstützen: „Best Practice Beispiele sollten für alle zugänglich gemacht und gute Ideen ausgetauscht werden. Viele Fachlehrer versuchen derzeit sehr motiviert ihre Inhalte möglichst detailliert für die Lernenden aufzubereiten. Hier müssen wir ein bisschen besser koordinieren und den Druck herausnehmen.“ Landesschulsprecher Benjamin Koiser: „Unser Dank gilt sowohl den Lehrpersonen als auch den Eltern, die sich in der derzeitigen Situation große Mühe geben. Wichtig ist, dass alle Betroffenen regelmäßig das gemeinsame Gespräche suchen, um mögliche Probleme zu klären und um Lösungen zu finden.“ Und auch er betont: „Das größte Problem ist, das geht auch aus unserer Umfrage klar hervor, die Vielzahl und der Umfang der Arbeitsaufträge. Unsere Botschaft an die Lehrkräfte ist, bitte den Umfang der Lerninhalte etwas zurückzunehmen, um eine Überforderung zu vermeiden.“