Bohuslav: „Wollen mehr Frauen für die Gemeindepolitik motivieren“

(v.l.n.r.): Bürgermeisterin Waltraud Stöckl, Landesrätin Petra Bohuslav und Gemeindebund-Vizepräsidentin Bürgermeisterin Brigitte Ribisch bei der Pressekonferenz in St. Pölten (Bildquelle: Thomas Resch)

Niederösterreich stellt die meisten Bürgermeisterinnen und noch nie haben so viele Frauen kandidiert.

Warum es mehr weibliche Beteiligung in der Gemeindepolitik braucht – darüber sprachen heute die Landesleiterin der “Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen” Landesrätin Petra Bohuslav, NÖ Gemeindebund-Vizepräsidentin Brigitte Ribisch und St. Antons Bürgermeisterin Waltraud Stöckl im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema „Frau in der Gemeinde“. Bohuslav nahm die bevorstehenden Gemeindewahlen zum Anlass, um gemeinsam mit Vertreterinnen auf Landes- und Gemeindeebene einmal mehr auf die verbesserungsbedürftige Situation aufmerksam zu machen.  „Es ist richtig, dass in Niederösterreich 70 Gemeinden von einer Frau geleitet werden und insgesamt 105 Vizebürgermeisterinnen im Amt sind“, erklärt Bohuslav, „trotzdem besteht bei einem weiblichen Bevölkerungsanteil von 51% noch viel Luft nach oben. Deshalb gibt es in unseren Gemeinden viele engagierte Frauen, die als Kandidatinnen bei der Wahl am 26. Jänner antreten!“

Am wichtigsten sei es, den engagierten Frauen in den Gemeinden Mut zum politischen Engagement zu machen. Dabei helfen weibliche Vorbilder genauso wie effektiver Erfahrungsaustausch und gelungene Vernetzung. Die Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen bieten überdies einen speziellen Lehrgang an, der Interessierte zur „Politikerin von Morgen“ ausbildet. „Frauen bringen Wertschätzung, differenzierte Sichtweisen und viel Einfühlsamkeit für die Anliegen der Bevölkerung in die Politik“, ist Landesleiterin Bohuslav überzeugt, weshalb „ein hoher weiblicher Anteil an Gemeindemandatarinnen einen sehr positiven Einfluss auf die Kommunalpolitik hat!“

Auch die Vizepräsidentin des NÖ Gemeindebundes, Bürgermeisterin Brigitte Ribisch, unterstrich die Wichtigkeit weiblicher Beteiligung in der Gemeindepolitik. Als Bürgermeisterin sehe sie die Herausforderung, Zivilberuf, Politik und Familie unter einen Hut zu bringen und meint, „dass es in der Öffentlichkeit ein Umdenken geben muss. Das Amt der Bürgermeisterin, des Bürgermeisters sollte neu gedacht werden. Man könnte zum Beispiel die Sitzungskultur, viele Abend- und Wochenendtermine auch anders gestalten“, schlägt Brigitte Ribisch vor.

Bürgermeisterinnen zu stärken und auch zu bestärken ist das Ziel des alljährlichen, österreichischen Bürgermeisterinnen-Treffens, das in diesem Jahr im August in St. Anton/Jeßnitz stattfinden wird. „Das ist ein sehr wichtiges Vernetzungstreffen, das Frauen in diesem Amt oft zeigt, dass sie mit ihren Herausforderungen oder Stolpersteinen nicht alleine sind“, so Ortschefin Waltraud Stöckl.

Einig sind sich alle drei Politikerinnen, dass gerade Frauen als wesentliche Motivatorinnen für andere Frauen fungieren und durch ihr Vorbild Mut machen. Wie erfolgreich Frauen als Bürgermeisterinnen sein können, beweisen sie schließlich jeden Tag.