Aktion „Apollonia 2020“ sorgt für gesunde Zähne in Kindergärten und Volksschulen

(v.l.n.r.): sitzend: Barbara Fischer und ihre Tochter Leonie Fischer, stehend: NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter sowie Obfrau DDr. Gerda Seiler (Zavomed/ Arbeitskreises für zahnärztliche Vorsorgemedizin)
(v.l.n.r.): sitzend: Barbara Fischer und ihre Tochter Leonie Fischer, stehend: NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter sowie Obfrau DDr. Gerda Seiler (Zavomed/ Arbeitskreises für zahnärztliche Vorsorgemedizin) (Bildquelle: Büro LRin Ulrike Königsberger-Ludwig)

Erfreulicher Jahresbericht bestätigt gemeinsamen Weg

Jährlich werden fast 50.000 Kinder im Rahmen des Gesundheitsprojektes „Apollonia 2020“ hinsichtlich ihrer Zahngesundheit untersucht. Laut aktuellem Jahresbericht 2018/19 sind derzeit rund sechs von zehn Kindern (57,7 %) im Alter von sechs Jahren kariesfrei. „Die Zähne der Mädchen und Buben werden in Kindergärten und Volksschulen durch die Aufklärungsarbeit immer gesünder. Auch im letzten Berichtszeitraum konnte der Zahnstatus erneut verbessert werden“, freut sich NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig über den Erfolg.

Seit dem Jahr 2001 arbeiten das Land Niederösterreich, die NÖ Gebietskrankenkasse und die weiteren NÖ Krankenversicherungsträger, der Arbeitskreis für zahnärztliche Vorsorgemedizin und die NÖ Zahnärztekammer zusammen, um den Kariesbefall bei Kindern zu reduzieren. Zuletzt wurden 100 Prozent der Kindergärten und über 90 Prozent der Volksschulen durch die Aktion betreut, in deren Zuge ZahnärztInnen und speziell ausgebildete Zahngesundheitserzieher/Innen bei Besuchen auf spielerische Weise vermitteln, wie Zähne am besten geputzt werden und was Zähne krank macht. „Die erfreulichen Folgen sind weniger Schmerzen, weniger Angst vor Zahnarztbesuch und eine Verringerung der Kosten für spätere Zahnreparaturen“, sagt Königsberger-Ludwig.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass insgesamt ein Drittel der untersuchten Kinder eine Kontrolle im Bereich der Kieferorthopädie empfohlen wird und Buben häufiger eine höhere Anzahl an nicht gesunden Zähnen haben als Mädchen. „Die Zähne der Kinder verbessern sich zwar kontinuierlich, allerdings sind die Ziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht erreicht. Deswegen sind weitere Bemühungen notwendig, um die positive Entwicklung nicht enden zu lassen“, dankt Königsberger-Ludwig allen Projektpartnern für ihr Engagement.

„Gesunde Zähne im Kindesalter sind die beste Vorsorgemaßnahme, um auch als Erwachsener kraftvoll zubeißen zu können“, bestätigt Gerhard Hutter, Obmann der NÖGKK: „Mit der flächendeckenden Durchführung des Projekts stellen wir sicher, dass jedes Kind die Chance hat, langfristig die eigene Zahngesundheit aufrechtzuerhalten. Dazu trägt auch die kostenlose Mundhygiene für Kinder und Jugendliche bei, für die wir uns erfolgreich eingesetzt haben. Der positive Trend im Bereich der Zahngesundheit freut uns als Krankenkasse natürlich besonders, da unser Schwerpunkt klar auf Vorsorge liegt und das Projekt sich wunderbar entwickelt. Noch mehr freut uns aber jedes einzelne Kind, das mit Freude sein kariesfreies Lächeln zeigt.“

Die Obfrau des Arbeitskreises für zahnärztliche Vorsorgemedizin, DDr. Gerda Seiler, macht zum Schluss noch auf ein weiteres wichtiges Ergebnis aus dem Jahresbericht aufmerksam. Unter Beiziehung der WHO-Definition der Kinder im sechsten Lebensjahr (zwischen 5. und 6. Geburtstag), seien die Kinder in dieser Altersgruppe sogar zu zwei Drittel (65,9 %) kariesfrei. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis“, freut sich Sailer und sieht ebenso die Notwendigkeit, die Anstrengungen in diesem Bereich fortzusetzen, um die Zahngesundheit der Jüngsten noch weiter zu verbessern.