43 Mio. Euro für den Hochwasserschutz im Triestingtal

(v.l.n.r.): Porr-CEO Karl-Heinz Strauss, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesministerin Elisabeth Köstinger sowie die Bürgermeister Andreas Ramharter (Leobersdorf) und Daniel Pongratz (Pottenstein)
(v.l.n.r.): Porr-CEO Karl-Heinz Strauss, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesministerin Elisabeth Köstinger sowie die Bürgermeister Andreas Ramharter (Leobersdorf) und Daniel Pongratz (Pottenstein) (Bildquelle: NLK / Burchhart)

Pernkopf / Köstinger : „Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bundesministerin Elisabeth Köstinger setzten am Montag den Spatenstich für das an Investitionen größte Rückhaltebecken Niederösterreichs in Fahrafeld (Marktgemeinde Pottenstein). Damit soll der Hochwasserschutz für die Triestingtaler maßgeblich erhöht werden.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger: „Der Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren bleibt trotz vieler aktueller Herausforderungen prominent auf meiner politischen Agenda. Eines ist klar: Ohne umfassenden Hochwasserschutz wären Österreichs Flusstäler in weiten Teilen unbewohnbar. Jährlich werden in Niederösterreich rund 100 Hochwasserschutz-Projekte umgesetzt und dafür finanziert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus einen Großteil mit rund 20 Millionen Euro.“ Köstinger betont weiter: „Auch für das Rückhaltebecken Fahrafeld nehmen wir in den nächsten Jahren gemeinsam mit Land und Gemeinden insgesamt 43 Millionen Euro in die Hand, um die Bevölkerung von acht Gemeinden im Triestingtal von Pottenstein bis Tattendorf besser vor Hochwasser zu schützen. Damit verbunden ist ein gerade jetzt sehr wichtiger Wirtschaftsimpuls für diese Region.“

„Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Gerade im Triestingtal kam es in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu Hochwasser-Tragödien. Mit dem neuen Rückhaltebecken können die Menschen endlich wieder beruhigt schlafen, ohne bei Starkregen um ihr Hab und Gut oder gar Leben zittern zu müssen“, bekräftigt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf diesen Meilenstein im niederösterreichischen Hochwasserschutz. Seit dem Jahr 2002 wurde in Niederösterreich rund 1,2 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Damit wurden bereits über 300 Gemeinden sicherer gemacht.

Vom Jahr 1769 bis ins Jahr 2002 sind im Triestingtal über 50 schwere Überschwemmungen dokumentiert. Besonders gravierend waren die Hochwässer in den Jahren 1940 und 1944, damals gab es in der Region sogar Todesopfer. Für die Sicherheit der rund 25.000 Menschen im Triestingtal wurden in den letzten Jahrzehnten Hochwasserschutz- und Regulierungsmaßnahmen um rund 70 Mio. Euro umgesetzt. Nun folgt der nächste große Schritt: Das neue Rückhaltebecken wird den Investitionen nach (43 Mio. Euro) das größte und dem Fassungsvermögen nach (725.000 m³) das zweitgrößte Rückhaltebecken Niederösterreichs sein. Ein besonderer Dank wurde auch den Grundeigentümern ausgesprochen, die in konstruktiven Verhandlungen die notwendigen Grundstücke zur Verfügung stellten.

Die Kosten für den Hochwasserschutz im Triestingtal teilen sich Land (17,2 Mio. Euro), Bund (21,5 Mio. Euro) und der Wasserverband Triesting (4,3 Mio. Euro). Bei einem reibungslosen Bauablauf sollten die Maßnahmen im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Durch die Errichtung des Rückhaltebeckens kann das Triestingtal vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis der Triesting weitgehend geschützt werden. Der U-förmige Damm hat eine Gesamtlänge von 2.780 Metern, die maximale Dammhöhe beträgt 12,3 Meter über der Flusssohle bzw. 8 Meter über Gelände.