Winterende – Systemoperator der Netz NÖ zieht zufrieden Bilanz

Arbeitsplatz im Systemoperator der Netz NÖ (Bildquelle: Netz NÖ)
Arbeitsplatz im Systemoperator der Netz NÖ (Bildquelle: Netz NÖ)

„Es war unterm Strich ein durchschnittlicher Winter ohne längere Ausfälle“, zieht der Chef des Systemoperators, Björn Frittum-Lafer zufrieden Bilanz. „Nun freuen wir uns auf den Frühling. Für uns ist das in der Regel eine etwas ruhigere Zeit, bevor es im Sommer mit den Unwettern losgeht“.

12 Bildschirme nebeneinander, dazu einen größeren Schirm im Zentrum, drei Tastaturen, drei Computer-Mäuse – so schaut ein Arbeitsplatz im Systemoperator der Netz NÖ aus, einer 100 % Tochter der EVN. 68.000 Kilometer Strom- und Gasleitungen werden von hier aus überwacht und gesteuert. Da ist nicht nur Übersicht gefragt.

Eine zwei bis drei Jahre dauernde Einschulungsphase muss absolviert werden, bis man an einen dieser Tische darf. „Wer hier arbeitet, muss stressresistent sein“, sagt Frittum-Lafer. Die Rede ist vom Systemoperator der Netz NÖ, dem Herzstück der Strom- und Gasleitungen in Niederösterreich. 40 Mitarbeiter sind hier in Maria Enzersdorf beschäftigt. Sie haben die kilometerlangen Strom- und Gasleitungen, die zum Versorgungsgebiet gehören, im Blick, organisieren Abschaltungen, wenn Reparaturen notwendig sind, und stehen unter Strom, wenn etwa Stürme, Schnee oder Eisregen Niederösterreich in Atem halten.

Anspruch an die „Qualität“ der Energieversorgung steigt sukzessive

13.500 Trafostationen sorgen letztlich für die Stromverteilung in die Haushalte. „Pro Jahr werden 40 bis 50 der Stationen so umgerüstet, dass sie ferngesteuert werden können“, sagt Frittum-Lafer. „Unser Netz ist bereits seit Jahrzehnten digital gesteuert und überwacht, die Entwicklung hin zu immer mehr Intelligenz im Netz setzt sich aber stetig fort“. In den Haushalten nehmen die elektronische Anwendungen rasant zu: Das geht von der relativ einfachen elektrischen Garagentor-Steuerung über Unterhaltungselektronik bis hin zu komplexeren Smart-Home-Technologien. Die Technologien werden immer hochwertiger und damit auch anspruchsvoller, was ihre Stromversorgung angeht. Durch immer empfindlichere Geräte, ist der Druck auf den Energieversorger groß geworden. „Die Gesellschaft stellt immer höhere Ansprüche, deshalb müssen wir die Versorgungssicherheit jederzeit bieten – etwas anderes vertragen die Geräte nicht mehr“, so Frittum-Lafer, der auf die laufenden Investitionen verweist. „Um das Niveau der hohen Versorgungssicherheit auch künftig zu halten, sind unsere Techniker Tag für Tag im Einsatz, um das Netz quantitativ und qualitativ weiterzuentwickeln. Dabei investiert Netz NÖ nicht nur in die Integration von erneuerbaren Energien, sondern hat auch die Versorgungssicherheit aller Kunden im Auge“. Das zeigt sich auch daran, dass ein Kunde der Netz NÖ im Schnitt pro Jahr nur 30 Minuten ohne Strom – ein absoluter Spitzenwert.