Triumph für Zauberflöte im Steinbruch

Triumph für Zauberflöte im Steinbruch
Oper im Steinbruch Sankt Margarethen (Bildquelle: Armin Bardel)

Die Spannung war zum Greifen nahe: Nach der Absage im Vorjahr gab es am 10. Juli 2019 auf einer der wohl schönsten Naturbühnen Österreichs wieder eine Aufführung, die die Herzen der Opernfans höher schlagen ließ. Im burgenländischen Steinbruch von St. Margarethen stand Mozarts Zauberflöte auf dem Programm. Die Darbietung wurde zum Triumph. Bühnenbild und Singspiel harmonierten perfekt. Das Publikum dankte hörbar.

Unter der Regie von von Cornelius Obonya und Carolin Pienkos wurde die Zauberflöte zu einem Zauberwerk. Der Bühnenraum dabei zur eindrucksvollen Wirkstätte erhoben: Im Mittelpunkt des Bühnenbildes von Raimund Bauer steht eine rund 20 Meter hohe Konstruktion aus unzähligen weißen Kugeln (eine Ansammlung von Planeten) die einen „himmlischen Wolkenstrudel“ symbolisieren sollen. Die perfekte LED-Kulisse – einmal eingetaucht in lodernde Flammen oder in riesige Meereswellen. Darüber drohnend eine riesige Dohle, samt Riesennest und Eiern. Ein unübersehbarer Blickfang.

Stimmlich konnte vor allem Star-Sopranistin Danae Kontora überzeugen, die atemberaubend die „Arie der Königin der Nacht“ in den Abend hinein schmetterte. In der Rolle des Papageno ist Schauspieler Max Simonischek zu erleben. Als Papagena begeisterte Theresa Dax. Lobenswert Luke Stoker (Sarastro), Attilio Glaser (Tamino) und Ana Maria Labin (Pamina).

Im nächsten Jahr geht es weiter mit der Oper im Steinbruch: ab 8. Juli 2020 steht Turandot von Giacomo Puccini auf dem Programm.