Spatenstichfeier für Umfahrung Drasenhofen

(v.l.n.r.): Baustart für Umfahrung Drasenhofen: ASFINAG Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl, Landtagspräsident Karl Wilfing, Abgeordneter zum Nationalrat Christian Lausch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Ludwig Schleritzko, ASFINAG-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer und NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker (Bildquelle: NLK Pfeiffer)
(v.l.n.r.): Baustart für Umfahrung Drasenhofen: ASFINAG Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl, Landtagspräsident Karl Wilfing, Abgeordneter zum Nationalrat Christian Lausch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Ludwig Schleritzko, ASFINAG-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer und NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker (Bildquelle: NLK Pfeiffer)

Landeshauptfrau Mikl-Leitner: „Mit diesem Projekt entsteht eine neue Lebensader für die Region“

Nationale und internationale Ehrengäste feierten am heutigen Samstag mit der
Bevölkerung den offiziellen Baustart für die Umfahrung Drasenhofen. Das Straßenprojekt
stellt eine Verlängerung der Nordautobahn A 5 dar, die bereits durchgehend von Wien bis
Poysbrunn (Bezirk Mistelbach) errichtet ist. Die fünf Kilometer lange Strecke wird ampel und kreuzungsfrei errichtet und soll zusätzlich rund 1.800 Lastkraftwagen pro Tag aus den
Ortschaften abziehen. In diesen Straßenabschnitt werden rund 50 Millionen Euro
investiert. Im Herbst 2019 soll die Umfahrung Drasenhofen für den Verkehr freigegeben
werden.

„Die positive Stimmung bei dieser Veranstaltung unterstreicht, wie wichtig den Menschen
der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist“, sagte die Landeshauptfrau in ihrer Festrede.
„Dieser Tag ist ein historischer Tag für die Region, für das Bundesland Niederösterreich,
für die Republik Österreich und für die Europäische Union“, unterstrich sie. „Mit dieser
Autobahn entsteht eine neue Lebensader für die Region“, fuhr Mikl-Leitner fort. „Diese
Lebensader haben wir lange angestrebt“, betonte die Landeshauptfrau. Die Umfahrung
Drasenhofen werde eine wesentliche Entlastung und massive Verbesserung für die
Bürgerinnen und Bürger von Drasenhofen bringen. Das Projekt stehe für
Verkehrssicherheit, Verkehrsentlastung und mehr Lebensqualität im Weinviertel, so Mikl-
Leitner.

„Die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn hat es bereits vorgemacht: Entlastung vom
Schwerverkehr, Zeitersparnis, keine Staus mehr und vor allem mehr Lebensqualität für die
Menschen“, sagte Landtagspräsident Karl Wilfing. „Mit diesem letzten Lückenschluss bis
zur Grenze – der Umfahrung Drasenhofen – können wir den Schwerverkehr nun endgültig
aus dem Ort verbannen und sorgen damit für einen Quantensprung in der Lebensqualität
für die Menschen in der Region“, hob er hervor. Durch die Fertigstellung der A 5 werde nun
auch das Wirtschaftswachstum ansteigen, wie eine Studie belege, so Wilfing.

Landesrat Ludwig Schleritzko meinte: „Im Jahre 2018 investieren ASFINAG und Land
Niederösterreich in Summe 327 Millionen Euro in den Ausbau des Bundes- und
Landesstraßennetzes.“ Das sichere und schaffe 4.100 Arbeitsplätze im Land. Bei der
Umfahrung Drasenhofen leiste das Land Niederösterreich einen Kostenbeitrag in der
Höhe von 4,5 Millionen Euro netto, hielt er fest.

Petr Hýbler aus der Region Südmähren sagte: Der Start der Umfahrungsstraße Drasenhofen, als weiterer Abschnitt der neuen Autobahn A 5, sei eine große Motivation für
die Region Südmähren. Der Investor für die Autobahn D52 auf der tschechischen Seite sei
der Staat, betonte Hýbler. Die südmährische Regierung versuche bereits seit Jahren ihr
Bestes zu geben, „um so schnell wie möglich die Errichtung der Autobahn von Brünn nach
Wien zu erreichen“, meinte er. Auf tschechischer Seite werde die Verkehrsverbindung
mittelfristig verbessert, etwa durch die Umfahrung von Nikolsburg (Mikulov).

„Wir freuen uns bereits heute darauf, im Herbst 2019 die Verkehrsfreigabe zu feiern. Dann
haben wir gemeinsam unsere Ziele für die Bevölkerung im nördlichen Weinviertel erreicht:
Kürzere Wege, mehr Sicherheit und die Verlagerung des Verkehrs von den Städten und
Gemeinden auf eine sichere Autobahn und Umfahrungsstraße“, sagte die ASFINAG Vorstandsdirektorin Karin Zipperer. „Mit der Umfahrung Drasenhofen setzen wir ein
weiteres regional wichtiges Straßenbauprojekt im Weinviertel um. Dass wir auch für
diesen Abschnitt Gelder aus der Europäischen Union lukrieren konnten, unterstreicht
dessen Bedeutung“, meinte ASFINAG-Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl.

Mit dem Bau der Umfahrung Drasenhofen werde in absehbarer Zeit nun auch die letzte
Ortschaft an der A 5 vom Durchzugsverkehr befreit, sagte Bürgermeister Reinhard Künzl
und dankte dem Land Niederösterreich für die Unterstützung. Zu Wort im Zuge des
Festaktes kamen noch: Alexander Walcher von der ASFINAG und
Nationalratsabgeordneter Christian Lausch. Musikalisch begleitet wurde die
Festveranstaltung von der Ortsmusik Drasenhofen.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Drasenhofen, Steinebrunn, Kleinschweinbarth
und Stützenhofen soll die neue Umfahrung weniger Durchzugsverkehr und damit spürbar
mehr Lebensqualität bringen. Damit der neue Abschnitt pünktlich Ende 2019 fertig wird,
wurde bereits am 3. April mit den Bauarbeiten begonnen. Den Anfang machen die
Erdbauarbeiten im südlichen Abschnitt der Umfahrung. Damit sich die neue Strecke gut in
das hügelige Weinviertel einfügt, werden rund eine Million Kubikmeter Erde abgebaggert
und anschließend wiederverwertet. Zeitgleich werden die Fundamente für insgesamt acht
Brücken errichtet. Diese werden „integral“ gebaut. Bei diesem innovativen Verfahren
bilden die feste Fahrbahn und die Brücken eine Einheit. Diese Bauweise ist robuster und
spart damit Wartungsaufwände und Kosten.

Als Auffahrten auf die neue Strecke dienen zukünftig zwei Kreisverkehre. Einer südlich
und der zweite nördlich von Drasenhofen auf der B 7. Bei Drasenhofen West wird eine
Auffahrt in Richtung Wien und eine Abfahrt in Richtung Drasenhofen errichtet. Für die
Lärmschutzdämme wird ausschließlich zuvor abgebaggertes Erdmaterial
wiederverwendet, fünf hochmoderne Gewässerschutzanlagen zur Reinigung der
Straßenabwässer sollen entstehen. Die Errichtung von zwei Grünbrücken zur Erhaltung
der Tierwanderwege und die Wiederaufforstung von rund fünf Hektar Wiesen, Bäumen und Sträuchern sind geplant.