Sonntag, 25.02.2018 16:38

Sonderthema „Bauen und Wohnen in Niederösterreich 2018“

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Handwerkerbonus ab 1. Jänner 2018

NÖ Handwerkerbonus 2018 (Bildquelle: Michaela Resch)
NÖ Handwerkerbonus 2018 (Bildquelle: Michaela Resch)

„Niederösterreichs Wirtschaftsmotor läuft auf Hochtouren, die Auftragsbücher sind voll und die Aussichten für den blau-gelben Wirtschaftsstandort mit einem Wirtschaftswachstum von heuer 2,9 Prozent und einer Prognose für 2018 von 3,3 Prozent sehr erfreulich“, sagte Landesrat Karl Wilfing bei einer Pressekonferenz, wo er gemeinsam mit NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl den ab 1. Jänner 2018 gültigen Handwerkerbonus präsentierte.

Auch am Arbeitsmarkt laufe es sehr gut, rund 620.000 Beschäftigte seien ein All-Time-High, zudem bringe der neue Beschäftigungspakt bis zum Jahr 2020 1,3 Milliarden Euro für weitere Beschäftigungsprojekte, fuhr Wilfing fort und nannte als Gründe dafür langwirkende Konjunkturprogramme, die durch die Steuerreform gestiegene Finanzkraft der Privathaushalte sowie die öffentlichen Investitionen wie zuletzt das Ausbauprogramm für die Landeskliniken in der Höhe von 600 Millionen Euro.

„Unser blau-gelbes Wohnbaumodell ist ein weiteres Erfolgsmodell: Wir investieren jährlich rund 700 Millionen Euro in den gemeinnützigen Wohnbau und schaffen damit ca. 6.000 Neubaueinheiten bzw. ein Bauvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro im Jahr, was wiederum 30.000 Jobs in der Baubranche bringt“, betonte der Landesrat.

„Weil aber gerade Jänner, Februar und März als schwierige Monate gelten, wird es ab 1. Jänner 2018 einen Handwerkerbbonus geben, der mit insgesamt 3,5 Millionen Euro dotiert ist und für ausgewählte Leistungen einen einmaligen Zuschuss von 20 Prozent bzw. maximal 600 Euro gewährt. Davon profitieren werden rund 14.000 kleinere und mittlere Betriebe, damit ist der Handwerkerbonus eine wichtige Maßnahme, um die gute Konjunkturlage weiter anzukurbeln“, unterstrich Wilfing.

Zwazl erinnerte daran, dass bereits der Bundes-Handwerkerbonus in Niederösterreich sehr stark in Anspruch genommen und mit 27 Prozent in Niederösterreich am meisten von allen Bundesländern ausgeschöpft worden sei: „250.000 Euro von den 3,5 Millionen Euro kommen von der Wirtschaftskammer, gefördert werden die Arbeitsleistung und die Anfahrtskosten, nicht aber das Material. Die Betriebe müssen ihren Sitz in Niederösterreich haben. Die Mindestförderung, gleichzusetzen mit Gesamtkosten von 200 Euro, beträgt 40 Euro“.

Gefördert werden Leistungen wie die Erneuerung von Wandanstrich und Tapeten, der Austausch von Bodenbelegen, Schleifarbeiten an Böden samt Neubeschichtung, die Erneuerung und Dämmung von Dächern, Fassaden, oberster oder unterster Geschoßdecke, der Austausch von Fenstern und Türen, der Austausch von Innentüren samt Türstöcken, die Sanierung von Sanitäranlagen, die Erneuerung der gesamten Wasserinstallation, die Erneuerung von Stiegen samt Geländer oder die Erneuerung einer Einbauküche. Für jedes Förderobjekt kann nur ein Ansuchen gestellt werden, alle Förderansuchen werden bis zur Ausschöpfung der 3,5 Millionen Euro ab 1. Jänner 2018 in der Reihenfolge ihres Einlangens berücksichtigt.

Weitere Informationen zum Handwerkerbonus: http://www.noe.gv.at/noe/Sanieren-Renovieren/Foerderung_Handwerkerbonus.html

Die Zukunft des Wohnens: Wie wir wohnen werden und was die Herausforderungen sind

Wie wir wohnen werden und was die Herausforderungen sind (Bildquelle: Michaela Resch)
Wie wir wohnen werden und was die Herausforderungen sind (Bildquelle: Michaela Resch)

Das Land Niederösterreich und das Alois Mock Institut – Forum für Zukunftsfragen luden im Rahmen der Messe HausBau + EnergieSparen Tulln zum Fachsymposium „Wie wir wohnen werden – die Zukunft des Wohnbaus zwischen Grundbedürfnis und Luxusgut“. Vier renommierte ExpertenInnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen beschäftigten sich mit dem leistbaren Wohnraum, steigenden (bau-) technischen wie ökologischen Anforderungen, steigende Mieten und utopischen Grundstückspreisen. Danach wurde am hochkarätig besetzten Podium zu dem Thema diskutiert.

Die Zukunft wird Veränderung bringen. Die Frage ist dabei aber, inwieweit die Zukunft geplant werden kann. Darin waren sich alle ExpertInnen und Experten, die am Symposium teilnahmen, einig. Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, es kommen immer neue Wohnformen  und Konstellationen auf und der Wohnungsmarkt wird immer knapper und damit teurer. Doch wie kann und wird der Wohnraum der Zukunft wirklich aussehen?

„Die Frage ist nicht nur, wie der Wohnbau aussieht, sondern auch, wie er eingebettet ist, wie die Stadt in Zukunft aussehen wird und vor allem, was die Bedürfnisse der Menschen sind. Viele dieser Fragen sind in der Zeit des Umbruchs, in der wir uns gerade befinden, noch offen“, betonte Wolfgang Sobotka, Präsident des Alois Mock Instituts. Auch der für Wohnbau zuständige Landesrat Karl Wilfing meinte: „Das eigene Zuhause hat eine wesentliche Bedeutung. Es sind aber nicht nur die eigenen vier Wände und das Dach über dem Kopf wichtig, sondern das Leben mit dem man sein Zuhause erfüllt. Für das Land Niederösterreich ist es eine entscheidende Bedeutung alles daran zu setzen, um leistbaren Wohnraum mit seinen individuellen Förderprogrammen für die unterschiedlichsten Lebenssituationen zu ermöglichen.

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt jedenfalls – auch, weil die Bevölkerung immer größer wird. Das betonte Bundesminister Univ.-Prof. Heinz Faßmann: „Wir hatten in den letzten Jahren eine starke Zuwanderung, dazu kommt noch die Tendenz, dass die einzelnen Haushalte immer kleiner werden und zusätzlich immer mehr auf Qualität – also größere Wohnräume – Wert gelegt wird“. Bei allen Überlegungen bezüglich der Zukunft komme es vor allem auch auf die ausgeglichene Wechselwirkung zwischen individueller Flexibilität und allgemeingültigen Standards an, erklärte Univ.-Prof. Markus Hengstschläger in diesem Zusammenhang: „Um die Zukunft schon in der Gegenwart planen zu können, müssen wir darauf achten, dass einerseits genug Individualität zugelassen wird, dass diese aber auf der anderen Seite nicht so hoch ist, dass sie die Individualität anderer und gewisse Standards stört“.

Das betrifft vor allem auch das Thema Wohnen und die Planung von Wohnraum. Sei es die Frage, ob am Land oder in der Stadt gebaut wird, jene, inwiefern soziale Einsamkeit durch die Schaffung von Gemeinschaftsräumen entgegengewirkt werden kann oder auch die Diskussion, was Wohnraum können soll und dabei kosten darf. Es gehe vor allem immer darum, so individuell wie möglich auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen und dabei auch noch gewisse Standards zu erhalten. Darin waren sich die Experten einig. Dass das ein schwieriger und steiniger Weg und Prozess ist und nie mit Sicherheit gesagt werden kann, ob gewisse Konzepte in Zukunft wirklich noch aufgehen werden, das ist in jedem Fall das Risiko der Gegenwart.

Erstes FlexiWohnen kommt

Standort für erstes FlexiWohnen steht fest.

Heinreichsberger und Wilfing vor dem Jungen Wohnen in St. Pölten (Bildquelle: JVP Niederösterreich)
Heinreichsberger und Wilfing vor dem Jungen Wohnen in St. Pölten (Bildquelle: JVP Niederösterreich)

Der Ort für die erste Wohneinheit für das FlexiWohnen steht fest. In St. Andrä-Wördern soll das erste FlexiWohnen-Gebäude als Pilotprojekt speziell für junge Menschen errichtet werden, wie JVP-Landesobmann Bernhard Heinreichsberger und Landesrat Karl Wilfing bei einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentierten. Die Umsetzung wird im Speckgürtel von Wien in einer gut erreichbaren Lage erfolgen.

„Noch vor wenigen Wochen wurde das Projekt vor allem in den sozialen Medien als nicht umsetzbar tituliert. Wir bringen durch die Umsetzung des Projekts den besten Beweis, dass das FlexiWohnen möglich ist. Nicht nur im gemeinnützigen Wohnbauträger GEDESAG haben wir einen starken Partner gefunden – vor allem ohne der niederösterreichischen Landesregierung wäre dies nicht möglich gewesen. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und freue mich, dass junge Ideen in unserem Land aufgenommen und umgesetzt werden“, so JVP-Landesobmann Bernhard Heinreichsberger.

„Wir investieren kräftig in den niederösterreichischen Wohnbau. Daher haben wir auch deutlich günstigere Mieten als im Bundesschnitt. Und wir haben für jede Generation ein Angebot – wie beispielsweise betreutes Wohnen, Familienwohnen und Junges Wohnen, das eine Erfolgsgeschichte in unserem Land ist. Wir freuen uns daher, dass sich auch junge Menschen so stark einbringen, klar formulieren, was junge Menschen im Land zusätzlich benötigen und mit konkreten Ideen mitwirken. Wir haben in Niederösterreich immer gemeinsam Hand in Hand Politik gemacht, das ist der Weg des Miteinanders. Wir werden jedenfalls das FlexiWohnen-Pilotprojekt in St. Andrä-Wördern genau evaluieren und bei einem entsprechenden Erfolg kann ich mir gut vorstellen, diese Initiative generell in die Wohnbauförderung zu übernehmen“, hält Wilfing fest.

HausBau + EnergieSparen Tulln: 22.441 Besucher zum Start in die Bausaison

Auf 22.500 m² präsentierten sich 360 Fachaussteller zu den Segmenten: Bauen und Umbauen, Wohnen und Einrichten, Energiesparen und Heiztechnik.

HausBau + EnergieSparen Tulln (Bildquelle: Messe Tulln / Gregor Semrad)
HausBau + EnergieSparen Tulln (Bildquelle: Messe Tulln / Gregor Semrad)

„Neben der erwartet hohen Besucherfrequenz haben uns Kaufabsicht und Kaufkraft der Besucher beeindruckt: Mehr als 80% der Besucher haben konkrete Projektabsichten und davon wiederum 59% mit einer geplanten Projektgröße von mehr als € 50.000,- , was die HausBau+EnergieSparen für unsere Aussteller besonders attraktiv macht.“ so Mag. Wolfgang Strasser, Geschäftsführer Messe Tulln.

„Die ‚HausBau + EnergieSparen‘ in Tulln hat jetzt wieder den offiziellen Startschuss in die Bausaison gegeben. Angehende Häuslbauer, Eigenheimbesitzer und Sanierer erfuhren hier ein ganzes Wochenende lang alles rund um den privaten Wohnbau. Auch die NÖ Wohnbauförderung war mit einem Stand vertreten. Niederösterreich investiert mehr in den Wohnbau als alle anderen Bundesländer und mit dem NÖ-Modell der Wohnbauförderung unterstützen wir Menschen dabei, sich ein leistbares Zuhause nach ihren Vorstellungen zu schaffen. Das große Besucherinteresse zeigt einmal mehr, wie wichtig Messen wie diese sind, die über die neuesten Angebote und Förderungen zum Bauen, Wohnen, Heizen, Energiesparen und Einrichten informieren“, zieht Wohnbaulandesrat Karl Wilfing Bilanz.

Stimmen der Aussteller der HausBau + EnergieSparen Tulln 2018:

„Wir sind heuer das erste Mal auf der HausBau + EnergieSparen Messe und sind mit der Kundenfrequenz äußerst zufrieden. Die Investition in weitere Verkaufsberater wird sich sicher lohnen.“ so Markus Walter, Geschäftsführer Tischlerei Walter.

„Unsere sehr hochwertigen Produkte werden von den Kunden auf der HausBau + EnergieSparen Messe sehr gut angenommen. Wir sind sehr beeindruckt von dem hohen Kundeninteresse und werden 2019 wieder mit dabei sein.“ so Volker Schrutka von Extraform.

„Die HausBau + EnergieSparen Messe ist bestens etabliert und findet genau richtig zum Start in die Bausaison statt. Die Messe hat immer mehr Zuspruch gegenüber anderen Top Standorten, wo die Qualität immer schlechter wird. Die Messe Tulln hat ein exzellentes Preis Niveau, wir sind sehr zufrieden“. so Werner Pani, Geschäftsführer von Pani und Kovar.

„Wir sind sehr zufrieden, die HausBau + EnergieSparen Messe ist eine sehr wichtige Messe für uns. Grundsätzlich kann man sagen, dass wir zwischen 60% und 70% Nachfolgegeschäft von der Messe mitnehmen.“ so Andreas Gartner, Vertriebspartner Josko.

„Was wir an der HausBau + EnergieSparen Messe so schätzen ist, dass die Besucher schon mit konkreten Projekten und Bauplänen kommen. Es ist eine sehr hohe Qualität der Kunden im Vergleich zu anderen Messen, wo wir auch sind. Wir sind sicher 2019 wieder in Tulln Aussteller.“ so Hannes Aigner, Prokurist Rekord Fenster.

„Die HausBau + EnergieSparen ist für uns wichtig um Kontakte zu knüpfen und in kürzester Zeit viele Neukunden zu gewinnen. Wir haben das Wochenende eine sehr hohe Kundenfrequenz verzeichnet und freuen uns auch über die hohe Kundenqulität.“so Fritz Bertl, Verkauf Wolf Haus.

„Für Eternit war die erstmalige Teilnahme an der HausBau + Energiesparen in Tulln ein voller Erfolg. Der Andrang auf dem Messestand war sehr groß, besonders die Dach zurück-Aktion, bei der Eternit die Entsorgungskosten für alte Dach- und Fassadenmaterialien übernimmt, war ein Highlight. Vielen Dank für die hervorragende Unterstützung seitens der Messeorganisation.“ so  Mag. Andrea Kalt CRM & Organisation von Eternit.

„Die HausBau und EnergieSparen Messe in Tulln hat sich zu einem Fixpunkt im Messekalender etabliert. Mich überzeugt die Regionalität und Professionalität und das große Interesse der Besucher.“ so Mag. Wilfried Lechner, Wienerberger Ziegelindustrie.

Beim FlexiWohnen handelt es sich um ein Wohnkonzept ähnlich einer WG, das in eigens dafür vorgesehenen Wohneinheiten sein Zuhause finden soll. Jeweils drei Personen sollen gemeinsam eine Wohnung von rund 80-90m2 bei einer ungewöhnlich günstigen Miete von rund 200 Euro beziehen. Die Mietverträge werden dabei mit den jeweiligen Einzelpersonen geschlossen, die jeweils nicht älter als 30 Jahre sein dürfen. Der große Vorteil gegenüber einer klassischen Wohnungsgemeinschaft ist jedenfalls die günstige Miete in Kombination mit der eigens vorgesehenen Wohnbauförderung. Das bedeutet, dass seitens der Wohnbauträger auch die Wohnungen, die für FlexiWohnen vorgesehen sind, bereits für mehrere Personen ausgelegt werden.