Science Academy Niederösterreich startet im Herbst

Science Academy Niederösterreich startet im Herbst
(v.l.n.r.): Talentehaus-Absolventin Viktoria Zach, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Professor Peter Filzmaier bei der Pressekonferenz in St. Pölten (Bildquelle: Thomas Resch)

„Bildung, Ausbildung und Weiterbildung sind in Kombination mit Wissenschaft und Forschung der beste Nährboden für zukünftige Erfolge“, betonte die Landesrätin eingangs. In Niederösterreich lege man großen Wert darauf, dass „möglichst viele Menschen mit Wissenschaft und Forschung in Berührung kommen“, hielt sie weiters fest. Dies sei gerade für Kinder und Jugendliche von großer Bedeutung, denn „sie sind wissbegierig, stellen viele Fragen und sind mutig, wenn es darum geht, Neues zu entdecken.“ Die Landesrätin verwies in diesem Zusammenhang auf erfolgreich laufende Projekte wie die Science Fair Niederösterreich, die Science School Niederösterreich, oder auch auf Veranstaltungen wie das Forschungsfest, die Lange Nacht der Forschung oder die Wissenschaftsgala.

Nun werde das seit dem Jahr 2013 bestehende „Talentehaus Niederösterreich“ ausgebaut und weiterentwickelt, kündigte Teschl-Hofmeister an. Im Rahmen der „Science Academy Niederösterreich“ werden 125 Plätze in fünf Lehrgängen für interessierte junge Menschen angeboten, und zwar in den Fachgebieten Biotechnologie, Geschichte und Kultur, Smart World, Weltraum sowie Medien und Mediennutzung. Die fünf Lehrgänge sind als außerschulische Weiterbildung in vier Semestern organisiert und bestehen aus einem Tagesworkshop an einem Samstag pro Monat, zusätzlichen E-Learning-Einheiten und einem Sommerblockwochenende nach dem zweiten und vierten Semester. Zusätzlich gibt es optionale Workshops wie Persönlichkeitsbildung, Rhetorik oder Projektmanagement. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro pro Semester. Die Bewerbung läuft bis 7. Juli dieses Jahres. „Eine einmalige Chance für interessierte junge Menschen“, zeigte sich Landesrätin Teschl-Hofmeister überzeugt.

Die „Science Academy“ sei eine „Förderung von besonderen Talenten und Begabungen junger Menschen“, betonte Peter Filzmaier in seiner Stellungnahme. Es handle sich dabei zum einen um eine „sehr frühe Förderung“, weil sich das Angebot an 14- bis 16-Jährige richte, und zum anderen auch um eine „systematische Förderung“, weil es hier um längerfristige Lehrgänge „und damit um eine umfassende Wissensvermittlung“ gehe.

Viktoria Zach, Absolventin des Lehrganges Roboterkonstruktion im Talentehaus Niederösterreich, berichtete von ihren erfolgreichen Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften. Im Talentehaus seien nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch „soft skills“ wie Zeitmanagement, Präsentationstechniken und Rhetorik vermittelt worden. Man habe sich daher entschieden, eine Absolventenverein zu gründen, um als Zusatz zur Science Academy Wahlfächer im Bereich der Robotik anzubieten, so Zach.