OÖ Gemüsebauern eröffnen die Wintergemüse-Saison

Oberösterreichs Gemüsebauern haben auch eine bunte Gemüse-Vielfalt für die kalte Jahreszeit (Bildquelle: LK OÖ)
Oberösterreichs Gemüsebauern haben auch eine bunte Gemüse-Vielfalt für die kalte Jahreszeit (Bildquelle: LK OÖ)

Eine gesunde Ernährung im Winter ist das A und O, damit das menschliche Immunsystem gerüstet ist, um sich gegen Viren und Bakterien zur Wehr zu setzen. Zwischen November und März ist Wintergemüsezeit. Den Konsumentinnen und Konsumenten steht ab sofort ein breites und qualitativ hochwertiges Wintergemüse-Angebot zur Verfügung. Dieses Angebot sorgt für eine vitaminvolle sowie geschmacklich abwechslungsreiche Gemüseversorgung aus heimischer Produktion auch in der kalten Jahreszeit. 

Die letzten überdurchschnittlich warmen Tage des Jahres 2018 endeten vergangenes Wochenende. Die kalten Wintermonate Dezember, Jänner und Februar stehen bevor. „Davon merkt man jedoch wenig, wenn man vor den vorwiegend mit ausländischem Sommergemüse befüllten Regalen in den Supermärkten steht. Die oberösterreichischen Gemüsebauern haben es trotz erschwerter Bedingungen geschafft, eine bunte Vielfalt an Herbst- und Wintergemüse zu ernten und haben dieses auf Lager gelegt“, freut sich Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Erntebedingungen im Jahr 2018

Das Jahr 2018 hat den OÖ Gemüseproduzenten viel Schweiß abverlangt. Der Jahrhundertsommer forderte selbst erfahrene Gemüsebauern in ihrer Fachkompetenz und körperlichen Ausdauer. Die zusätzliche Bewässerungsarbeit und die Kosten dafür bilden den Wermutstropfen in einem grundsätzlich zufriedenstellenden Erntejahr.

„Die positive Seite dieses eigentlich südländischen Produktionsklimas im heurigen Jahr ist die ausgezeichnete Qualität des heimischen Wintergemüses durch praktisch null Krankheitsdruck durch Pilze und die optimalen Bedingungen bei der herbstlichen Erntearbeit“, erläutert Grabmayr.

Gemüseanbaufläche in Oberösterreich ist auf hohem Niveau

Der erwerbsmäßige landwirtschaftliche und gärtnerische Gemüseanbau wird in Oberösterreich von 170 Betrieben auf einer Gesamtanbaufläche von etwa 1.750 Hektar (inkl. Mehrfachnutzung) betrieben. Somit kann rückblickend auf die letzten zehn Jahre gesagt werden, dass trotz enormen internationalen Druckes die Gemüseanbaufläche auf hohem Niveau gehalten werden konnte. Auch die Anzahl der Gemüsebaubetriebe hat sich in den letzten zehn Jahren stabilisiert, weil Betriebe, welche aufgehört haben, durch Neueinsteiger abgelöst wurden.

Regionale Stärke – auch im Winter

In Oberösterreich liegt die Stärke in der großen Vielfalt der Gemüsearten zur regionalen Vermarktung und saisonalen Verarbeitung sowie derzeit u. a. Sauerkraut, Rote Rüben und Erdäpfel. Die Gemüseanbaufläche mit durchschnittlich zehn Hektar je Betrieb ist im Vergleich zu den Hauptgemüseländern in Europa (Holland, Spanien, Italien, etc.) sehr niedrig und ein Zeichen dafür, dass sehr viele dieser Betriebe den Gemüseanbau im optimalen Fruchtwechsel zu anderen Ackerbaukulturen ausüben.