OÖ baut FH Gesundheitsberufe aus

(v.l.n.r.): MMag.a Bettina Schneebauer und Landesrätin Mag.a Christine Haberlander (Bildquelle: Land OÖ / Schaffner)
(v.l.n.r.): MMag.a Bettina Schneebauer und Landesrätin Mag.a Christine Haberlander (Bildquelle: Land OÖ / Schaffner)

2010 nahm die FH Gesundheitsberufe OÖ ihren Lehr- und Forschungsbetrieb auf, ab 2013
lief erstmals der Vollbetrieb. Nun erfolgte ein weiterer Meilenstein in der noch jungen
Geschichte der FH Gesundheitsberufe OÖ: Mit dem aktuellen Wintersemester 2018/19
erfolgt ein deutlicher Ausbau von bisher drei auf nun fünf Standorte (neu: Ried,
Vöcklabruck) sowie von knapp 840 auf 1.800 Studienplätze (ab 2020/21 mehr als 2.100).
Begründet liegt dies in drei neuen Studienangeboten: dem österreichweit größten Bachelor-
Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege, dem jährlichen Studienbeginn im Bachelor-
Studiengang Hebamme sowie dem neuen Joint-Masterstudiengang Applied Technologies
for Medical Diagnostics (ATMD). In Planung sind außerdem Spezialisierungslehrgänge für
die Gesundheits- und Krankenpflege, die voraussichtlich 2019 beginnen werden.

Für die Erstsemestrigen der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgte der Studienstart Mitte
September an den Standorten Linz, Ried, Steyr, Wels und Vöcklabruck. Das Studium ist
auf den Säulen Lehre, Praxis und Forschung aufgebaut, der Praktikumsanteil beträgt dabei
51 %. Die bewährte Verknüpfung von Theorie und Wissenschaft, der hohe Praxistransfer
und die direkte Anbindung an die Gesundheitseinrichtungen der Gesellschafter bereitet
auch diese Studierenden optimal auf ihre wichtige Rolle in der größten Berufsgruppe im
Gesundheitswesen vor. Der neue jährliche Hebammenjahrgang begann ebenfalls Mitte
September. Die ATMD-Studierenden begannen ihre Studien bereits zwei Wochen früher,
wobei hier die Lehrveranstaltungen berufsermöglichend sowohl an der FH
Gesundheitsberufe OÖ, als auch der FH Oberösterreich stattfinden. Das Studium deckt ein
neues Berufsfeld an der Schnittstelle von Technik, Naturwissenschaft und
technologieorientierten Gesundheitsberufen ab und richtet sich an Absolventinnen und
Absolventen der Biomedizinischen Analytik, Radiologietechnologie und Medizintechnik.

Da Interdisziplinarität und Interprofessionalität v.a. in Gesundheitsberufen von wesentlicher Bedeutung sind, wurde das neue Kompetenzzentrum für Innovative Lehre und
Interprofessionalität gegründet. Dieses ist verantwortlich für die Weiterentwicklung
innovativer Lehre insbesondere interprofessioneller und digitaler Lehr- und Lernangebote
sowie der interprofessionellen und interdisziplinären Vernetzung. Und dass die FH
Gesundheitsberufe OÖ den Prozess der Hochschulwerdung gut bewältigt hat und für das
Wachstum gut gerüstet ist, bestätigt auch die Bewertung der Gutachtergruppe des letzten
Audits, welches von einer ausgeprägten Qualitätskultur, einem hohen Qualitätsbewusstsein
und einer gemeinsamen hochschulischen Identität spricht.