Offizieller Startschuss für das Linienkreuz U2xU5

(v.l.n.r.): Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Verkehrsminister Norbert Hofer, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer (Bildquelle: PID/Jobst)
(v.l.n.r.): Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Verkehrsminister Norbert Hofer, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer (Bildquelle: PID/Jobst)

Verkehrsminister Norbert Hofer, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer gaben am 8. Oktober bei der künftigen U2-Station Matzleinsdorfer Platz den offiziellen Startschuss für das Linienkreuz U2xU5.

Um den Startschacht für die Tunnelbohrmaschine herzustellen, beginnen dort die ersten Arbeiten für den neuen Südast der U2. Im Zusammenspiel mit Wiens erster vollautomatischen U-Bahn-Linie U5 wird die verlängerte U2 das gesamte Öffi-Netz spürbar entlasten und Kapazitäten für die Zukunft schaffen: „Mit dem Linienkreuz U2xU5 wird das Rückgrat des Wiener U-Bahn-Netzes gestärkt – die Strecken im Zentrum, wo sich alle Wege treffen und auch die vielen Besucherinnen und Besucher unserer Hauptstadt unterwegs sind. Wien braucht diese U-Bahn, wir alle brauchen diese U-Bahn“, so Verkehrsminister Norbert Hofer beim feierlichen Spatenstich.

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, hob die Bedeutung des Öffentlichen Verkehrs für die Lebensqualität in Wien hervor: „Wiens U-Bahnen sind die Lebensadern unseres öffentlichen Verkehrsnetzes, das eines der besten der Welt ist. Damit das so bleibt, arbeiten wir ständig am Ausbau und der Verbesserung unseres Öffi-Netzes. Mit der neuen U-Bahn entlasten wir die anderen Linien und sorgen dafür, dass noch mehr Wienerinnen und Wiener noch besser voran kommen.“

„Mit dem heutigen Spatenstich starten die Wiener Linien ein wahres Jahrhundertprojekt. Wir setzen alles daran, damit unser U-Bahn-Netz noch leistungsfähiger wird und in Zukunft auch nach außen noch weiter wachsen kann. Daher stärken wir das Herzstück und schaffen neue Umsteigestationen im Zentrum Wiens Öffis tragen entscheidend zur international immer wieder ausgezeichneten Lebensqualität unserer Stadt bei und diese sichern wir mit dem weiteren Ausbau des Netzes auch für die nächsten Generationen“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

65 Meter lang, 35 Meter breit und fast ebenso tief

Violette und türkise Luftballons markierten beim Spatenstich den Umriss des Schachtes, von dem aus die Tunnelbohrmaschine starten wird. Wenn die Tunnelsohle erreicht ist, wird das liebevoll auch „Maulwurf“ genannte Gerät in einer Tiefe von rund 30 Metern zusammengebaut. Der „Maulwurf“ macht sich dann auf den Weg Richtung Augustinplatz im 7. Bezirk: Der Bohrkopf löst den Untergrund, das abgebaute Material wird nach hinten transportiert und der entstehende Tunnel mit Fertigteilen aus Stahlbeton ausgekleidet. Dabei wird der Aushub über den Schacht am Beginn der Triester Straße an die Oberfläche gebracht. Auch das Baumaterial gelangt auf diesen Weg in den Tunnel.

„Mit dieser Bauweise können wir den Großteil der Tunnelstrecken unterirdisch herstellen und vermeiden rund 20.000 innerstädtische LKW-Fahrten“, erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer, der aber auch betonte, dass rund um die neuen Stationen natürlich zuerst „offen“ und damit von oben nach unten gebaut werden muss: „Wieder im Zentrum zu bauen, ist eine mutige Entscheidung, von der unsere Stadt in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich profitieren wird. Die Bauzeit wird aber ohne Frage herausfordernd. Das Linienkreuz U2xU5 ist ein Großprojekt. Das bedeutet große Baustellen, aber auch einen großen Mehrwert für die Wienerinnen und Wiener – diese Perspektive dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.“