Oberösterreich startet Pilotprojekt zum Einkauf heimischer Lebensmittel

(v.l.n.r.): Landesrat Max Hiegelsberger, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und LK-Präsident Ing. Franz Reisecker (Bildquelle: Land OÖ/Sabrina Liedl)
(v.l.n.r.): Landesrat Max Hiegelsberger, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und LK-Präsident Ing. Franz Reisecker (Bildquelle: Land OÖ/Sabrina Liedl)

Mit Oktober 2018 startet das Land Oberösterreich ein Pilotprojekt in seinen landesinternen Küchen. Darüber wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landesrat Max Hiegelsberger und LK-Präsident Ing. Franz Reisecker im Linzer Landhaus informiert. 

Jährlich werden allein in der Küche des LDZ rund 380.000 Essen ausgegeben. Insgesamt versorgt das Land Oberösterreich in seinen 42 landesinternen Küchen, darunter Berufsschulen und Betriebsküchen, täglich 8.200 Menschen mit warmen Mahlzeiten. Dabei spielt der regionale und saisonale Lebensmitteleinkauf bereits jetzt eine große Rolle: Der Regionalanteil liegt derzeit – ausgehend von den Jahresumsätzen 2017 – durchschnittlich bei knapp über 50 Prozent.

Ausgehend von diesem Wert wird eine Steigerung des regionalen Lebensmittelanteils von rund fünf bis zehn Prozent bis 2021 angestrebt. Mit einem Pilotprojekt im Landesdienstleistungszentrum (LDZ) setzt das Land Oberösterreich ab Oktober erste Schritte und damit die Herkunftskennzeichnung regionaler Lebensmittel um. „Mit der Kennzeichnung der regionalen Herkunft wollen wir Transparenz und Sicherheit in der Gemeinschaftsverpflegung gewährleisten und ein klares Vorbild für andere Großküchen sein, in dem wir das Bewusstsein für regionale Lebensmittel stärken“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

„Aufgrund des Preisdrucks drängen immer mehr ausländische Produkte in die heimischen Küchen. Bewusste Kaufentscheidungen, die durch die Herkunftskennzeichnung auch in der Gemeinschaftsverpflegung möglich werden, stärken die Position unserer Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette. Unsere wertvollen, heimischen Lebensmittel können nicht mehr einfach durch preisgünstige Produkte aus dem Ausland ersetzt werden. Damit bleibt auch die Wertschöpfung der konsumierten Lebensmittel in unserem Land und stärkt den Agrar- und Lebensmittelstandort Oberösterreich“, erklärt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Pilotprojekt des Landesdienstleistungszentrums wird in allen Landesküchen ausgerollt

Nach Evaluierung des Pilotprojets im LDZ soll das Projekt auf die Küchen aller Landeseinrichtungen und landesnahen Einrichtungen ausgeweitet werden, denn die Umsetzung dieser Leitkriterien fördert auch regionalwirtschaftliche Wertschöpfungs-, Kaufkraft und Beschäftigungseffekte. Der Roll-out soll im Umsetzungszeitraum bis 2021 erfolgen.

Transparenz schafft Wahlfreiheit für Konsumenten in der Gemeinschaftsverpflegung

Österreichs Agrar- und Lebensmittelproduktion ist europaweit Vorbild, wenn es um Qualität, Naturnähe, Gentechnikfreiheit oder Bio geht. Die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten sind beim Einkauf im Supermarkt wahre Konsumpatrioten, wenn die Herkunft erkennbar ist. Nachvollziehbare Herkunftsangaben gibt es EU-weit bei Frischfleisch, Eier, Obst und Gemüse wie auch bei Bioprodukten. Diese Transparenz gibt dem Konsumenten im Supermarkt die Wahlfreiheit.