NÖ Lawinenwarndienst informiert und warnt seit 10 Jahren

(v.l.n.r.): Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Iris Dangl, Karl Tisch, Ing. Martin Gurdet und Josef Stanglauer (Bildquelle: Büro LR Pernkopf)
(v.l.n.r.): Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Iris Dangl, Karl Tisch, Ing. Martin Gurdet und Josef Stanglauer (Bildquelle: Büro LR Pernkopf)

Das 10-jährige Bestehen des NÖ Lawinenwarndienstes bildete für Landesrat Dr. Stephan Pernkopf den Anlass für einen Erfahrungsaustausch mit Lawinenexperten aus Österreich und den angrenzenden Regionen der Nachbarstaaten. Neben den staatlichen Lawinenwarndiensten nahmen an der Tagung in Zeillern (Bezirk Amstetten) auch Vertreter der Alpinen Vereine, der Bergrettung und der Alpinpolizei teil. Rückblickend auf die vergangenen zehn Jahre stellte Pernkopf den Zusammenhang mit der Entwicklung des Wintertourismus her: „Waren es früher einzelne Individualisten, die sich in ungesichertes Gelände wagten, so hat sich das Tourengehen auch in Niederösterreich mittlerweile als Breitensport etabliert. Die tägliche Information über Lawinengefahren ist dabei unerlässlich und kann letzten Endes auch Leben retten.“

In den zehn Jahren seit Bestehen des Lawinenwarndienstes kam es in Niederösterreich zu insgesamt 25 Lawinenunfällen. Während es in der Saison 2014/15 noch zu 6 Unfällen mit 8 erfassten Personen kam, musste in der abgelaufenen Saison glücklicherweise kein einziger Unfall registriert werden.

Tägliche Informationsquelle Nummer eins aller Bergsportler ist auch beim NÖ Lawinenwarndienst mittlerweile das Internet, seit seiner Gründung im Jahr 2006 erhöhte sich die Zahl der registrierten Websiten-Nutzer von anfangs 40.000 innerhalb weniger Jahre auf über 200.000.

Seitens der Bergrettung werden die täglichen Lawineninformationen als Teil eines Gesamtpakets für die alpine Sicherheit betrachtet. Pro Lawinenunfall rücken durchschnittlich 30 Retter aus, die die möglicherweise verschütteten Personen suchen und bergen. Landeseinsatzleiter Martin Gurdet: „Die Gefahrenhinweise müssen von den Tourengehern richtig interpretiert werden. Der Umgang mit den Prognosen des Lawinenwarndienstes bildet daher einen essentiellen Bestandteil jeder Alpinausbildung.“ Fünf Lawinenmelder, die ihre Tätigkeit ehrenamtlich ausüben,  wurden von Landesrat Pernkopf im Rahmen der Festveranstaltung ausgezeichnet.