NÖ investiert 589 Millionen Euro in Pflege und Betreuung

NÖ investiert 589 Millionen Euro in Pflege und Betreuung
Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister im Gespräch mit Pflege- und Betreuungskräften (Bildquelle: Daniela Matejschek)

LR Teschl-Hofmeister: „Brauchen rasch langfristige und verlässliche Lösungen“

Pflege und Betreuung sind wichtige Zukunftsthemen. Aus diesem Grund sieht das Land Niederösterreich im Landesbudget für das kommende Jahr 26 Mio. Euro mehr im Bereich der Pflege und Betreuung vor. Insgesamt sollen 589 Mio. Euro in Pflege- und Betreuungszentren, soziale und sozialmedizinische Dienste sowie in die 24-Stunden-Betreuung investiert werden. „Der Bedarf an informeller und formeller Pflege wird aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen. Die aktuelle Zahl der Pflegegeldbeziehenden in Niederösterreich liegt bei rund 91.800, diese wird sich bis zum Jahr 2025 auf 106.000 erhöhen“, führt die Landesrätin aus.

„Der Pflegeberuf erfordert viel an Einsatz, Erfahrung und Einfühlungsvermögen, gibt aber auch viel zurück. Außerdem ist der Pflegeberuf eine wichtige Zukunftsbranche, die schon allein angesichts der Bedarfszahlen vielfältige Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Es gibt aktuell jede Menge Herausforderungen im österreichischen Pflege- und Betreuungsbereich vor denen wir stehen und die wir bewältigen müssen. Wir brauchen rasch konstruktive Gespräche und ernstgemeinte Vorschläge, die uns in diesem wichtigen Bereich weiter nach vorne bringen und mit Sicherheit keine Panikmache, die das Thema Pflege und Betreuung in schlechtes Licht rückt. So werden wir es mit Sicherheit nicht schaffen, Menschen für diesen Beruf zu begeistern“, ist Teschl-Hofmeister überzeugt.

Neuerlich appelliert die Landesrätin an den Bund, eine langfristige Absicherung der Pflegefinanzierung sicherzustellen: „Die Menschen werden immer älter, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Das braucht langfristige und verlässliche Lösungen. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um von politischer Seite bestmögliche Rahmenbedingungen im Bereich der Pflege und Betreuung zu schaffen, dazu gehören auch bundesweit einheitliche Standards. Alle Menschen, die in der Pflege und Betreuung arbeiten, sollen Rahmenbedingungen vorfinden, die ihnen erlauben, ihre wertvolle Arbeit gut und gerne zu machen. Dies ist jedoch nur mit langfristigen Finanzierungslösungen möglich. Wir brauchen dazu dringend ein gesamtheitliches Konzept gemeinsam mit dem Bund und allen Ländern. Wir in Niederösterreich fordern das seit Jahren“, so Teschl-Hofmeister.

Jahrelang sei dazu auf Bundesebene wenig passiert, so Teschl-Hofmeister: „Leider wird es durch die aktuelle Situation auf Bundesebene beim angekündigten Masterplan Pflege zu weiteren Verzögerungen kommen. Eine der zentralen Aufgaben der neuen Bundesregierung wird deshalb auch sein, so rasch wie möglich hier zu einem umfassenden Ergebnis zu kommen.“