Mobile Pflege in Niederösterreich wird gestärkt und aufgewertet

(v.l.n.r.): Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Niederösterreich, Hannes Ziselsberger, Direktor der Caritas St. Pölten, Michaela Hinterholzer, Präsidentin des NÖ Hilfswerks, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Rotkreuz-Präsident General Josef Schmoll, Landesrätin Teschl-Hofmeister und Michael Landau, Caritas-Präsident von Österreich (Bildquelle: NLK Burchhart)
(v.l.n.r.): Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Niederösterreich, Hannes Ziselsberger, Direktor der Caritas St. Pölten, Michaela Hinterholzer, Präsidentin des NÖ Hilfswerks, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Rotkreuz-Präsident General Josef Schmoll, Landesrätin Teschl-Hofmeister und Michael Landau, Caritas-Präsident von Österreich (Bildquelle: NLK Burchhart)

Der Bedarf an mobilen Betreuungsdiensten wird aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen. „Umso wichtiger ist es, den mobilen Dienst zu stärken und weiter aufzuwerten“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Vertretern der Betreuungsorganisationen. 

Das soll zum einen durch die finanzielle Absicherung des Angebots gewährleistet werden und zum anderen mit einer finanziellen Aufwertung der Pflegekräfte im mobilen Bereich. „Wir unterstützen unsere sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste heuer mit über 102 Millionen Euro, so umfangreich wie nie zuvor“, so die Landeshauptfrau. Darüber hinaus sollen die Unterschiede bei den Gehältern im Vergleich zu den diplomierten Fachkräften ausgeglichen und das Berufsbild des Pflegepersonals im mobilen Bereich damit attraktiver werden. Dafür werden zusätzlich 2,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dieser Unterstützung werde auch dem Wunsch der Landesbürger Rechnung getragen, im Alter so lange wie möglich zu Hause „in den eigenen vier Wänden“ betreut zu werden, ist Mikl-Leitner überzeugt.

Die Zahl der Pflegegeldbezieher in Niederösterreich werde von derzeit 90.000 auf bis zu 108.000 bis zum Jahr 2025 ansteigen. Umso wichtiger sei es, mit Hilfswerk, Volkshilfe, Caritas und Rotem Kreuz über ein gut ausgebautes Netz an Sozial-Stationen zu verfügen, wo hochwertige Pflege- und Betreuungsleistungen von „qualifizierten und engagierten Mitarbeitern“ erbracht werden, sagte Mikl-Leitner. Aktuell nehmen rund 17.000 Menschen die Hilfe der mobilen Dienste in Niederösterreich in Anspruch. Die rund 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mobilen Dienste sind rund 3,5 Millionen Stunden pro Jahr im Einsatz.

Landesrätin Teschl-Hofmeister dankte zunächst für die bewährte Zusammenarbeit mit den Trägerorganisationen. Sie geht davon aus, dass die Einsatzstunden der mobilen Dienste in Niederösterreich bis Ende des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um weitere 100.000 Stunden auf insgesamt 3,6 Millionen Einsatzstunden ansteigen werden. Umso wichtiger seien „qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Mit der zusätzlichen Förderung für diplomierte Fachkräfte wolle man den mobilen Pflegedienst attraktiver machen und einen Wettbewerbsnachteil gegenüber diplomierten Fachkräften im stationären Bereich beseitigen, so Teschl-Hofmeister. Diese Förderung werde in Form einer Pauschalleistung, als Zuschlag zu den Einsatzstunden der diplomierten Fachkräfte, an die Rechtsträger ausbezahlt.

Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Niederösterreich, sieht in dieser Unterstützung „eine wichtige Maßnahme“ zur Stärkung der Pflege und mobilen Rechtsträger. Damit werde die Betreuung in Niederösterreich sichergestellt und Einkommensunterschiede im stationären und mobilen Bereich beseitigt. Darüber hinaus können die Rechtsträger mit dieser finanziellen Unterstützung „besser planen“, betonte Sacher.