Land NÖ verlängert internationale Sprachoffensive für Kinder

(v.l.n.r.): Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrat Martin Eichtinger präsentieren die Verlängerung der internationalen Sprachoffensive
(v.l.n.r.): Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrat Martin Eichtinger präsentieren die Verlängerung der internationalen Sprachoffensive (Bildquelle: NLK / Burchhart)

LR Teschl-Hofmeister/LR Eichtinger: „Mehr als 73.000 Kinder haben seit 2003 teilgenommen – Programm mit Ungarn startet im November“

Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und EU-Landesrat Martin Eichtinger heute Vormittag bekannt, dass die drei erfolgreichen Sprachprojekte „Bildungskooperationen in der Grenzregion (kurz BIG) mit Ungarn, Tschechien und der Slowakei verlängert werden. „Seit Beginn im Jahr 2003 haben bereits 73.000 Kinder und Schüler daran teilgenommen. Die internationalen Sprachprojekte ermöglichen den Kindern die Nachbarsprachen Ungarisch, Tschechisch oder Slowakisch im Kindergarten bzw. in der Schule zu erlernen. Aufgrund des Erfolges der letzten Jahre soll das Angebot auch in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen und damit die sprachliche und interkulturelle Kompetenz unserer Kinder weiter gestärkt werden. Das Programm mit Ungarn startet im November und wird bis Oktober 2022 laufen“, erklären Teschl-Hofmeister und Eichtinger.

Kindergärten und Schulen machen mit

In den vergangenen Jahren erreichten die Internationalen Sprachprojekte sowohl in Niederösterreich, als auch überregional und grenzüberschreitend einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Seit Beginn der Sprachoffensive haben nun schon mehr als 16.500 Kinder in 112 Kindergärten sowie über 56.780 Schülerinnen und Schüler in über 140 Schulen ihre sprachlichen Grundkenntnisse in den Nachbarsprachen (Tschechisch, Slowakisch, oder Ungarisch) aneignen können – insgesamt also 73.000 junge Menschen. „Ziel der NÖ Sprachoffensive und seiner Projekte ist ein erstes Heranführen an Sprache und Kultur des Nachbarlandes, denn wir wissen, dass sich mit einer erhöhten Sprachkompetenz für unsere Kinder und Jugendliche große Chancen im künftigen Lebens-, Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturraum eröffnen“, so Teschl-Hofmeister. „Die Sprache Europas ist die Vielfalt der Kulturen. Und diese Vielfalt müssen wir unseren Kindern vermitteln. Durch die Sprachoffensive rücken die Kinder mit ihren Nachbarn noch näher zusammen, deshalb ist mir dieses Projekt ein Herzensanliegen“, so Eichtinger.

Die Internationalen Sprachprojekte werden von der EU finanziell unterstützt. Bei einem Gesamtprojektbudget von rund 4,5 Mio. € von 2014 – 2020 wurden mehr als 3,8 Mio. € durch eine Kofinanzierung aus EFRE (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) sichergestellt.

Verlängerung für Ungarn beschlossen, mit Tschechien bereits eingereicht

„Die Folgeprojekte bauen auf den bisherigen Ergebnissen in den Bereichen der Nachbarsprachenförderung, der methodischen Entwicklungen und der grenzüberschreitenden Vernetzungen auf. Die bereits gestarteten Prozesse werden in den anschließenden Projekten weiter vertieft, intensiviert und ausgebaut“, so Bildungs-Landesrätin Teschl-Hofmeister.

Neben dem bereits beschlossenen Programm mit Ungarn wurde auch das Programm mit Tschechien eingereicht. Im Oktober 2019 wird über die Genehmigung entschieden, „wir sind aber zuversichtlich, dass wir auch heuer die Genehmigung erhalten“, so Teschl-Hofmeister und Eichtinger. Für die Kooperation mit der Slowakei wird ein Folgeprogramm ab Herbst 2019 vorbereitet und anschließend im Frühjahr 2020 eingereicht.

„Die Sprachoffensive zeigt wie Niederösterreich von der Unterstützung der EU profitiert. Wir zahlen einen Euro an Steuergeld nach Brüssel und haben dafür drei Euro an Förderungen nach Niederösterreich geholt. Jährlich fließen rund 450 Millionen Euro nach Niederösterreich“, streicht Eichtinger die Wichtigkeit der EU-Fördermittel hervor.

„Der europäische Raum eröffnet uns unglaublich wertvolle Möglichkeiten der internationalen und grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Dieses Potential möchten wir auch weiter für die Kinder in Niederösterreichs Kindergärten und Schulen nutzen“, so Teschl-Hofmeister und Eichtinger abschließend.