Internationales Sprachenprojekt BIG AT-CZ findet erfolgreichen Abschluss

Internationales Sprachenprojekt findet erfolgreichen Abschluss
(v.l.n.r.): Karin Steiner (Wiener Kinderfreunde), Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, EU-Landesrat Martin Eichtinger, und Jana Fischerová, Kreishauptmann-Stellvertreterin aus Jihlava (Iglau) bei der Pressekonferenz in Langau (Bildquelle: Thomas Resch)

Bei der Abschlussveranstaltung des internationalen Sprachenprojektes BIG AT-CZ in Langau (Bez. Horn) zogen heute Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und EU-Landesrat Martin Eichtinger im Rahmen einer Pressekonferenz Bilanz.

„Umfassende Sprachkenntnisse sind Voraussetzung im Abbau von Kommunikationsbarrieren und grundlegend für ganzheitliches Erleben und Zusammenwachsen der Nachbarregionen.“ Dabei spielen nicht nur der wirtschaftliche Aspekt, sondern auch die sozialen Beziehungen und das Verständnis der Welt mit ihrer kulturellen Vielfalt eine wichtige Rolle: „Das Internationale Sprachenprojekt gibt den teilnehmenden Kinder die Möglichkeit, die Potentiale der Regionen über die Ländergrenzen hinweg zu erkennen, Kontakte aufzubauen und vielfältige wirtschaftliche wie gesellschaftliche Möglichkeiten im grenzüberschreitenden Raum zu entdecken.“

Das Projekt mit Tschechien läuft bereits seit März 2016 und noch bis Ende Oktober 2019. Insgesamt haben 64 NÖ Landeskindergärten, das entspricht 133 Gruppen, im Rahmen des Projektes damit begonnen Tschechisch zu „unterrichten“. Bei den Schulen sind es gesamt 85 (von VS, über NMS, HAK, HASCH, HTL, HLW,…) die Tschechisch als Sprache durch eine erlebnisorientierte Sprachvermittlung in lebensechten und alltagsintegrierten Situationen in den Unterricht und den Schulalltag, einbauen. „Jährlich sprechen wir also von rund 2850 Kinder und rund 630 Schüler die am Projekt teilnehmen“, erklärt Teschl-Hofmeister. Auch EU-Landesrat Martin Eichtinger ist vom Erfolg des Projektes überzeugt: „Leuchtturm-Projekte wie diese stellen das Gemeinsame vor das Trennende und helfen den Menschen seine Nachbarn besser kennen- und verstehen zu lernen. Die Sprachoffensive zeigt uns: die Zusammenarbeit über Niederösterreichs Ländergrenzen hinweg funktioniert.“

Die NÖ Sprachenoffensive

Die NÖ Sprachenoffensive ist eine Initiative des Landes Niederösterreich, die für Kinder und Jugendliche die Möglichkeit bietet, die Nachbarsprachen Tschechisch, Slowakisch und Ungarisch in Kindergärten und Schulen zu erlernen. Die Initiative wurde 2003 gestartet und feierte im vergangenen Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum. „Seit Beginn der Sprachenoffensive haben nun schon mehr als 16.500 Kinder in 112 Kindergärten sowie über 56.780 Schülerinnen und Schüler in über 140 Schulen ihre sprachlichen Grundkenntnisse in den Nachbarsprachen (Tschechisch, Slowakisch, oder Ungarisch) aneignen können“, erklärt Teschl-Hofmeister. Ziel sei die Förderung sprachlicher, sozialer sowie interkultureller Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. „Denn wir wissen, mit einer erhöhten Sprachkompetenz eröffnen sich für unsere Kinder und Jugendliche große Chancen im künftigen Lebens-, Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturraum.“

Bildungskooperationen in den Grenzregionen

Die Abteilung Kindergärten im Amt der Niederösterreichischen Landesregierung startete als Lead Partner in der EU-Förderperiode 2014-2020 drei neue EU-Projekte in den Förderprogrammen INTERREG V-A Österreich-Tschechien, Slovakia-Österreich und Österreich-Ungarn. Die Titel der Projekte lauten jeweils „Bildungskooperationen in der Grenzregion” (BIG AT-CZ, BIG SK-AT, BIG AT-HU). Es handelt sich um drei formal voneinander unabhängige Projekte, die in Niederösterreich die strategische Zielsetzung der NÖ Sprachenoffensive verfolgen.