HTL und FH St. Pölten vertiefen Kooperation im Bereich IT Security

Die HTL und FH St. Pölten verstärken die Zusammenarbeit in der Ausbildung von IT-Security-Fachkräften (Bildquelle: Martin Lifka Photography)
Die HTL und FH St. Pölten verstärken die Zusammenarbeit in der Ausbildung von IT-Security-Fachkräften (Bildquelle: Martin Lifka Photography)

Im Rahmen einer Vereinbarung bietet die FH St. Pölten HTL-Absolventinnen und -Absolventen aus dem Bereich Informatik die Möglichkeit, durch attraktive Anrechnungsmodelle ein Semester im Bachelor Studiengang IT Security zu überspringen. Nun geht die Kooperation einen Schritt weiter: Seit Herbst 2018 können SchülerInnen der Abteilung Informatik der HTL St. Pölten einen neuen Ausbildungsschwerpunkt „Cyber Security“ wählen, dessen Inhalte ideal auf ein eventuell anschließendes FH-Studium vorbereiten.

Bereits Anfang des Jahres unterzeichneten die beiden St. Pöltner Bildungseinrichtungen eine Partnerschaftsvereinbarung im Rahmen der ECVET-Initiative der Europäischen Kommission, die die Anrechnung von bereits erbrachten Leistungen zwischen einzelnen Bildungssektoren festhält. Absolventinnen und Absolventen der Abteilung Informatik der HTL St. Pölten können damit unter bestimmten Voraussetzungen direkt ins zweite Semester des Bachelor Studiengangs IT Security an der FH St. Pölten einsteigen. So sollen unnötige Redundanzen im Ausbildungsverlauf vermieden und bereits erlerntes Wissen optimal genutzt werden.

Großer Markt für Cyber-Security-SpezialistInnen

Seit dem aktuellen Schuljahr können SchülerInnen der HTL St. Pölten zudem einen neuen Cyber-Security-Ausbildungsschwerpunkt wählen, der vertiefend in den Bereichen Datensicherheit und Cyber Crime ausbildet. Die Inhalte dieses Schwerpunkts wurden mit der Fachhochschule abgestimmt, um die SchülerInnen unter anderem auch bestmöglich auf ein eventuell folgendes FH-Studium vorzubereiten.

„Spezialistinnen und Spezialisten in den Bereichen IT und Cyber Security sind heute gefragter denn je: Cyber Crime gehört weltweit zu den massivsten Bedrohungen für die Wirtschaft, gleichzeitig wird die Abhängigkeit täglich größer, denn immer mehr Prozesse funktionieren nur noch EDV-gestützt und immer mehr Geräte sind im Zeitalter des „Internet of Things“ mit dem Internet verbunden. Hier entsteht daher ein großer Markt für Expertinnen und Experten, die diesen Herausforderungen begegnen können“, erklärt Johann Haag, Leiter des Departments Informatik und Security an der FH St. Pölten. „Die HTL St. Pölten ist ein wichtiger Partner für uns, dessen hohe Ausbildungsqualität wir sehr schätzen. Mit dem neuen Cyber-Security-Schwerpunkt werden hier nochmals positive Impulse gesetzt.“

„Die Kooperation unserer beiden Bildungseinrichtungen, die sich bereits als sehr fruchtbar dargestellt hat, bildet auch eine ideale Plattform, um die IT-Community am Standort St. Pölten stärker zu vernetzen und einen regen Austausch zu ermöglichen, um den neuen Herausforderungen der digitalen Ära bestmöglich Rechnung zu tragen. Zudem stellt natürlich der praktische Vorteil dieser Kooperation für unsere Absolventinnen und Absolventen bzw. die späteren Studierenden des FH-Studiengangs IT Security einen großen Pluspunkt dar“, so Klaus Hasenzagl, Abteilungsvorstand Informatik an der HTL St. Pölten.

Weiterbildung für LehrerInnen

Der neue Cyber-Security-Schwerpunkt wird auch vom Austria IT Security Hub, der vergangenes Jahr von der FH St. Pölten gemeinsam mit der Kapsch BusinessCom und der IT-Sicherheitsfirma Ikarus gegründet wurde, unterstützt: Im Rahmen von speziellen Weiterbildungsangeboten können sich Informatik-LehrerInnen der HTL St. Pölten im Bereich Cyber Security fortbilden und so aktuelles Wissen aus Wirtschaft und Forschung mit in den Unterricht nehmen.