„Haus der Digitalisierung“ nimmt Fahrt auf

(v.l.n.r.:) WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav, ecoplus Sprecher der Geschäftsführung Helmut Miernicki (Bildquelle: Martin Hörmandinger)
(v.l.n.r.:) WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav, ecoplus Sprecher der Geschäftsführung Helmut Miernicki (Bildquelle: Martin Hörmandinger)

In der Digitalisierungsstrategie des Landes Niederösterreich sind konkrete Maßnahmen definiert, um Land und Leute fit für die Digitalisierung zu machen. Ein zentrales Projekt ist das „Haus der Digitalisierung“, das in mehreren Etappen umgesetzt wird. Am 10. Mai 2018 präsentierte Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav gemeinsam mit WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl bei einer hochkarätigen Fachveranstaltung an der FH St. Pölten die „erste Ausbaustufe“: „Das Haus der Digitalisierung ist in einem ersten Schritt als niederösterreichisches Ökosystem aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung konzipiert. Wir wollen den Unternehmen den Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen erleichtern, gemeinsam Forschung betreiben, Leit- und Demonstrationsprojekte umsetzen und disziplinübergreifendes Arbeiten über Instituts- und Sektorengrenzen hinweg forcieren.“

In Niederösterreich gibt es bereits hervorragend etablierte Zentren im Bereich der Digitalisierung. „Im ‚Haus der Digitalisierung‘ fungieren diese Zentren und Initiativen als digitale Knotenpunkte, die mit einem intelligenten digitalen Netzwerk sowohl untereinander als auch mit anderen in- und ausländischen Netzwerken eng verknüpft sind. Damit entsteht ein niederösterreichweites Kompetenz-Netzwerk, das das Digitalisierungs-Know-how in unserem Land allen niederösterreichischen Unternehmen und Start-ups zugänglich macht. Damit wollen wir sie beim digitalen Wandel unterstützen“, so Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.

Diese ganze Bandbreite an Unterstützungsangeboten ist aber nur im Netzwerk möglich – in einer breiten Zusammenarbeit aller in Niederösterreich relevanter Institutionen und Einrichtungen. Einer der wichtigsten Partner ist die WKNÖ. Präsidentin Sonja Zwazl: „Viele niederösterreichische Betriebe haben die Chancen der Digitalisierung bereits für sich entdeckt, aber im Alltagsgeschäft ist oft wenig Zeit, immer am aktuellsten Stand zu sein. Diese Vernetzung ist daher eine ganz wesentliche Erleichterung. Daher bringen wir uns auch aktiv ein und sind mit unseren Organisationen Bestandteil des digitalen Knotenpunktes St. Pölten.“

Im Rahmen des Events wurden aber nicht nur die Knotenpunkte in St. Pölten, Krems, Wieselburg, Wiener Neustadt und Klosterneuburg im Detail vorgestellt. Experten gaben auch Einblicke aus der Praxis zu den Schwerpunkten virtual reality, augmented reality und IT Security und als weiteres Highlight erlebten die Gäste an 18 Stationen „Digitalisierung zum Anfassen“. Dabei spannte sich der Bogen von einer Augmented Reality Sightseeing App oder einer Schuhsohle, die das Gehen hörbar macht, über Anwendungen in der Baubranche, bis hin zu digitaler Forensik im Arbeitsspeicher oder der Möglichkeit, mittels App persönlich ein Satelliten-Triebwerk zu montieren.

„Die heutige Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass Digitalisierung alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft betrifft. Daher ist es besonders wichtig, dass die heimischen Betriebe mit dem ‚Haus der Digitalisierung‘ und den hochspezialisierten Knotenpunkten ab sofort ein noch breiteres Unterstützungs- und Informationsangebot zur Verfügung haben“, zeigt sich Helmut Miernicki überzeugt, Geschäftsführer der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus, die mit der operativen Umsetzung dieses Leuchtturmprojekts betraut wurde. Dabei werden sämtliche Maßnahmen und Umsetzungsschritte in enger Abstimmung mit der Geschäftsstelle für Digitalisierung erfolgen.

Das „Haus der Digitalisierung“ wird sich in den kommenden Jahren von einem internationalen Kompetenz-Zentrum über ein virtuelles Haus hin zu einem physischen „Haus der Digitalisierung“ entwickeln, das in Tulln entstehen wird. Für den nächsten Schritt – das virtuelle Haus der Digitalisierung – wurde ein Open Innovation Crowdsourcing-Prozess gestartet, um die zukünftigen Nutzer möglichst eng in die Entwicklung einzubinden.