Frühjahrserwachen im Mostviertel: Aussichtsreicher Mostfrühling

Der Mostfrühling wartet mit vielen Events und Mostverkostungen (Bildquelle: Mostviertel Tourismus / schwarz-koenig.at)
Der Mostfrühling wartet mit vielen Events und Mostverkostungen (Bildquelle: Mostviertel Tourismus / schwarz-koenig.at)

Blühende Obstbäume, wohin das Auge reicht, kulinarische Köstlichkeiten und stimmungsvolle Feste: Der Mostfrühling an der Moststraße ist die beste Zeit, die Landschaft und den feinen Birnenmost zu genießen.

Jedes Jahr gegen Ende April verwandelt sich die Region rund um die Mostviertler Moststraße in ein duftendes Blütenmeer. Über eine Million Obstbäume, die meisten davon Birnbäume, lassen das sanft-hügelige Land wie auf weißen Wolken erscheinen. Nicht nur für den Betrachter ein genussvolles Bild, sondern auch für Feinschmecker, bildet die Blütenpracht doch die herrliche Kulisse für einen ganzen Reigen von kulinarischen Festen. Während des Mostfrühlings laden von Mitte März bis Ende Juni Mostbarone, Heurige und Wirtshäuser entlang der 200 km langen Moststraße zu frühlingshafter Küche und Mostverkostungen ein.

Besonders gesellig geht es am traditionellen „Tag des Mostes“ zu: Der letzte Sonntag im April, heuer am 29. April 2018, ist erfahrungsgemäß jener Zeitpunkt, an dem sich die rund zehn Tage dauernde Birnbaumblüte am Höhepunkt befindet. Das spektakuläre Knospen der filigranen Blüten wird mit stimmungsvollen Festen, Most-Frühschoppen, Baumblüten-Wanderungen, Oldtimer-Ausfahrten, regionstypischen Gaumenfreuden und natürlich mit jeder Menge Birnenmost gefeiert.

Der Auftakt des Mostfrühlings wird schon früher begangen, nämlich am 16. März 2018 im MostBirnHaus in Stift Ardagger. Das Schaufenster der Region gewährt in der sehr unterhaltsamen Erlebnisausstellung „Birnenleben“ nicht nur faszinierende Einblicke in das Leben der Birne, sondern bietet auch die besten Moste und eine bunte Palette an Köstlichkeiten zum Verkosten an.

Eine aktuelle Übersicht über alle Mostfrühling-Termine finden Sie auf www.veranstaltungen.mostviertel.at/

Ausblicke aufs Blütenmeer

Die Baumblüte ist nicht nur der vielen Veranstaltungen wegen ein idealer Zeitpunkt, dem größten geschlossenen Obstbaumgebiet Europas einen Besuch abzustatten: Im Mostfrühling ist es ein besonderer Genuss, die Natur zu erkunden und die hinreißenden Aussichtspunkte zu besuchen, von denen man einen prächtigen Blick auf die blühende Region genießt. Den besten Überblick erhält man, wenn man der Beschilderung der Moststraße folgt. Zu empfehlen ist auch die Fahrt auf der Mosthöhenstraße. Die Route verläuft von St. Peter in der Au über St. Michael am Bruckbach bis nach St. Georgen in der Klaus und führt an einigen Moststraße-Wirten und Heurigen vorbei. Eine fantastische Aussicht auf die gesamte Alpenkette – vom Schneeberg bis zum Traunstein – und über das Donauland bis weit ins böhmische Massiv bietet der Kollmitzberg bei Amstetten. Die Wallfahrtskirche, die auf der Bergkuppel thront, sieht man schon von weitem.

Mit dem Rad zur Blüte

Ein dichtes Netz an beschilderten Radwegen, das vor allem auf verkehrsarmen Nebenstraßen verläuft und mit zahlreichen Betrieben der Mostbarone, Mostheurigen und Wirtshäusern als Labstationen bestückt ist, verführt an der Moststraße zu zauberhaften Frühlingsausfahrten. Traumhafte Aussichten auf die Baumblüte erlauben die 54 Kilometer lange Mostbaron-Radroute und die 107 Kilometer lange Most-Radroute.

Die Mostbaron-Radroute beginnt und endet in Ardagger Stift und führt in großem Bogen rund um Amstetten. Stationen der sanft-hügeligen Rundfahrt sind neben Stift Ardagger mit seinem MostBirnHaus die Mostdörfer Stephanshart, Zeillern, Neuhofen/Ybbs und Euratsfeld. Bei der Most-Radroute, oder auch „Grand Tour“ bezeichnet, radelt man von den Donauauen zu den sanften Ausläufern der Alpen und fährt nicht nur von Panoramablick zu Panoramablick, sondern auch durch durch ein liebliches Miteinander von putzigen Dörfern, wuchtigen Vierkanthöfen, Feldern, Streuobstwiesen und Wäldern.

Ein besonderer Tipp für alle Genussradler ist der Ybbstalradweg, der der Ybbs von der Mündung in die Donau bis zum Lunzer See 107 km lang folgt und sich im ersten Drittel durch das Land der Mostbirne schlängelt. Weiter im Süden, zwischen Waidhofen/Ybbs und Opponitz, befindet sich entlang der ehemaligen Bahntrasse das erst letztes Jahr fertig gestellte Herzstück des Radweges. Feierlich wird die Saison am 5. Mai 2018 mit einem großen „All in Rad-Fest“ in Kogelsbach bei St. Georgen/Reith eröffnet. Radler können fernab der Straße die großartigen Naturschauspiele sowie Rast- und Ruheplätze genießen.

Mehr Informationen zu den Radtouren finden Sie unter: www.moststrasse.mostviertel.at/mostradeln & www.ybbstalradweg.at