Ferienbeginn für 178.300 Schüler in Niederösterreich

Ferienbeginn für 178.300 Schüler in Niederösterreich
Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras mit Schülerinnen und Schülern der HTL St. Pölten (Bildquelle: Thomas Resch)

Landesrätin Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Heuras zogen Bilanz über das abgelaufene Schuljahr

Für mehr als 178.300 niederösterreichische Schülerinnen und Schüler beginnen ab morgen die Sommerferien. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras heute Bilanz über das zu Ende gehende Kindergarten- und Schuljahr 2018/19 und gaben erste Ausblicke auf die kommenden Schwerpunkte im Herbst.

„Die Bildung ist für die Landespolitik in Niederösterreich ein ganz zentrales Thema“, sind sich Teschl-Hofmeister und Heuras einig. „Für mehr als 52.300 betreute Kinder in den NÖ Landeskindergärten und für etwa 178.300 Schülerinnen und Schüler zeigen die Pädagoginnen und Pädagogen in Niederösterreich Tag für Tag vollen Einsatz.“ Niederösterreichs Bildungseinrichtungen zeichnen sich durch eine besonders hohe Qualität in der pädagogischen Arbeit und durch eine verantwortungsvolle Betreuung aus. Die Schulerfolge der Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich sprechen für sich: 60,9% der Volksschüler in Niederösterreich haben die AHS Reife erreicht, 42,5% haben die Mittelschule mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen, 92,3% der AHS-Schülerinnen und Schüler sind aufstiegsberechtigt und 24,8% der BMHS-Schülerinnen und -Schüler haben das Schuljahr mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen.

In fünf Pilotschulen habe man sich im vergangenen Schuljahr außerdem dem Schwerpunkt Naturwissenschaft und Technik verschrieben um das Interesse der Schülerinnen und Schüler an den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu fördern. Neu ist, dass es in Zukunft sechs neue Bildungsregionen geben wird, in denen alle Schularten, alle Steakholder und Betroffene miteinander vernetzt und die Gestaltung der Bildungslandschaft miteingebunden werden.

Deutschklassen als Maßnahme zum Spracherwerb

Als Grundvoraussetzung für das Gelingen diverser Vorhaben und Schwerpunkte in den niederösterreichischen Bildungseinrichtungen wurde das Beherrschen der Deutschen Sprachen genannt. „In Niederösterreich haben wir uns im vergangenen Schuljahr für das Modell der kleingruppigen Förderung in sogenannten Deutschklassen entschieden. Mit diesem Modell stellen wir sicher, dass jene Kinder und Jugendlichen, die zu uns kommen, so rasch wie möglich Deutsch soweit zu beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen und sich gut integrieren können“, erklärte Teschl-Hofmeister dazu. Auch im kommenden Schuljahr 2019/20 möchte man das Deutschklassen-Modell weiterführen. Insgesamt gab es im aktuellen Schuljahr 3.700 Kinder, die eine spezielle Betreuung gebraucht haben, um dem Unterricht folgen zu können, neben den Deutschklassen auch in Deutschförderkursen und integrativen Deutschförderklassen.

Gewalt in der Schule – Auftrag für Maßnahmenpaket

Beim Thema Gewalt sind sich Teschl-Hofmeister und Heuras ebenfalls einig: „Ja, wir sind zweifelsohne mit Gewalt an unseren Schulen konfrontiert, aber wir wissen auch, dass die Anzahl Gewaltdelikte an Niederösterreichs Schulen rückläufig sind. Die letzte Statistik zeigt eine Rückgang um 22 Prozent.“ Man wolle aber nichts beschönigen, es brauche klare Rahmenbedingungen, Grenzen, Regeln und einen respektvollen Umgang. „Ich habe den Bildungsdirektor damit beauftragt, seitens der Bildungsdirektion einen Leitfaden und ein Maßnahmenpaket für den Umgang mit Gewaltdelikten an Schulen auszuarbeiten. Wir wollen dieses Paket im Herbst präsentieren“, erklärte Teschl-Hofmeister die weiteren Maßnahmen.