Erster österreichweiter Ragweed-Finder vorgestellt

Erster Ragweed-Finder von Landesrat Ing. Maurice Androsch und Uwe E. Berger von der Medizinischen Universität Wien vorgestellt (Bildquelle: Thomas Resch)
Erster Ragweed-Finder von Landesrat Ing. Maurice Androsch und Uwe E. Berger von der Medizinischen Universität Wien vorgestellt (Bildquelle: Thomas Resch)

Über den ersten österreichweiten Ragweed-Finder informierten Landesrat Ing. Maurice Androsch und Uwe E. Berger von der Medizinischen Universität Wien am heutigen Mittwoch bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Der Ragweed-Finder macht es sich zum Ziel, Ragweedvorkommen öffentlich zu dokumentieren und aufzuzeigen, wo die Belastung für Allergiker besonders hoch ist, um Gegenmaßnahmen zu ermöglichen.

„Niederösterreich beschäftigt sich mit dem Thema der Allergiebelastung sehr intensiv, um den Allergikern nützliche Tipps zur Verfügung zu stellen“, sagte Landesrat Androsch. „Wir haben uns mit der Vorhersage für Allergiker gerade was die Pollenbelastung betrifft sehr intensiv auseinandergesetzt und dabei die Website http://www.pollenwarndienst.at ins Leben gerufen. Den Benutzerinnen und Benutzern stehen damit sehr genaue Prognosen über Pollen-Belastungen zur Verfügung“, hielt Androsch fest. „In den nächsten Wochen stehen wir vor der Blühperiode der Ragweed-Pflanze, die eine besondere Belastung für Allergiker darstellt“, so der Landesrat. Die Verbreitungsgebiete der Ragweed-Pflanzen seien das Weinviertel, die Marchfelder-Gegend und Neunkirchen.

Es sei durch verschiedenste Maßnahmen in den letzten Jahren gelungen, die Steigerung der Ausbreitungsintensität dieser Pflanze einzudämmen, hob Androsch hervor. In Zusammenarbeit mit dem NÖ Landesdienst und den Straßenmeistereien sei die Verbreitung dieses Unkrautes reduziert worden. Mit dem neuen Tool unter www.ragweedfinder.at würden Bürgerinnen und Bürger eingeladen, Ragweed-Pflanzen zu melden, betonte er. Mit diesen Datensätzen könnten gezielte mechanische Maßnahmen gegen diese Pflanze gesetzt werden, in Zusammenarbeit mit dem Landesdienst und Gemeindedienst.

Berger meinte: Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung seien von Allergien betroffen, die Kosten für das Gesundheitswesen seien deshalb gestiegen. Dazu kämen noch die Aufwände des Landes als Straßen-Erhalter und die Kosten für die Ernteausfälle. „Die Bestände an Ragweed-Pflanzen sind noch zu schlecht dokumentiert. „Der neue Finder wird dabei helfen, einerseits die Verbreitung dieser Pflanze einzudämmen und andererseits die Menschen vor Ragweed während der Hauptblütezeit im August und September zu schützen“, sagte er. Eine Allergie könne Heuschnupfen, Bindehautentzündung, aber auch Asthma hervorrufen.