Die Bildung der Rettungsgasse wird nun verstärkt kontrolliert

Die Rettungsgasse ist für Einsatzkräfte freizuhalten (Grafik: Land OÖ)
Die Rettungsgasse ist für Einsatzkräfte freizuhalten (Grafik: Land OÖ)

Landesrat Mag. Günther Steinkellner sendet klares Signal an Rettungsgassensünder. Bundespolizei wird die Bildung der Rettungsgasse auf Autobahnen und Autostraßen zukünftig verstärkt kontrollieren.

Auf Weisung von Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner hat das Amt der Oö. Landesregierung am 06. November 2018 die Organe der Bundespolizei angewiesen, die Bildung und das verbotene Befahren der Rettungsgasse auf Autobahnen und Autostraßen verstärkt zu kontrollieren. Seit 1. Jänner 2012 ist die Rettungsgasse in Österreich in Kraft. Damit folgte Österreich dem Beispiel anderer Länder, wie Deutschland, Slowenien, Tschechien und der Schweiz. In diesen Staaten besteht ebenfalls die Verpflichtung, bei Staubildung eine Gasse für Einsatzfahrzeuge frei zu halten. Bei Nichtbilden der Rettungsgasse wird eine Strafe von bis zu 726 Euro eingehoben. Wer Einsatzfahrzeuge behindert, muss mit einer Strafe bis zu 2.180 Euro rechnen.

Während die Bildung der Rettungsgasse auf zweispurigen Autobahnen und Schnellstraßen grundsätzlich funktioniert, bereitet sie auf drei- bzw. vierspurigen Streckenabschnitten oftmals Schwierigkeiten. Darüber hinaus sei für Einsatzkräfte die abnehmende Sensibilität für Blaulichteinsätze auffällig. Zuletzt sorgte ein Video eines Linzer Notarztes in den sozialen Medien für Aufsehen. Die Rettungsgasse war derart blockiert, sodass ein zügiges Durchfahren unmöglich war. “Wenn Einsatzkräfte nicht oder zu langsam zur Unfallstelle vordringen können, wirkt sich das direkt auf den Gesundheitszustand jener aus, die Hilfe benötigen. In einigen Fällen können Sekunden über Leben oder Tod entscheiden”, betont Steinkellner.

Für das ungehinderte Eintreffen der Einsatz- und Rettungsorganisationen am Einsatzort ist das strikte Einhalten der Rettungsgasse notwendig. Aufgrund jüngster Vorkommnisse ist auffallend, dass es diesbezüglich noch unerwünschtes Verhalten im Straßenverkehr gibt, weshalb diese Weisung erfolgte.

“Ich bitte darum, den notwendigen Respekt für die Rettungsgasse aufzubringen, damit diese tadellos funktioniert und Leben gerettet werden können. Die Polizei wird die Bildung der Rettungsgasse künftig konsequent überwachen und Verstöße ahnden”, so Landesrat Steinkellner abschließend.