Ärzte und Apotheker rüsten für NÖ-Impftag

Starke Stimmen für Impfungen (v.l.n.r.): Karl Zwiauer, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde St. Pölten und Initiator des Impftages, Maria Paulke-Korinek, Abteilungsleiterin Impfwesen, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Robert Weinzettel, Impfreferent der NÖ-Ärztekammer, Peter Gonda, Präsident der NÖ-Apothekerkammer und Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte der NÖ-Ärztekammer (Bildquelle: Guten Tag Österreich)
Starke Stimmen für Impfungen (v.l.n.r.): Karl Zwiauer, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde St. Pölten und Initiator des Impftages, Maria Paulke-Korinek, Abteilungsleiterin Impfwesen, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Robert Weinzettel, Impfreferent der NÖ-Ärztekammer, Peter Gonda, Präsident der NÖ-Apothekerkammer und Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte der NÖ-Ärztekammer (Bildquelle: Guten Tag Österreich)

Nicht zuletzt durch stärker auftretende Masernfälle auch in Österreich wurde das Thema “Impfen” wieder brisant. Ärzte und Apotheker warnten daher im Vorfeld des NÖ-Impftages am 16. März 2019 in St. Pölten vor einer sinkenden Durchimpfungsrate in der Bevölkerung.

Die Impf-Experten wollen sich in diesem Zusammenhang bei der bevorstehenden Fachtagung in der NÖ-Landeshauptstadt (im HYPO-Panoramasaal) verstärkt auch dem Thema Resilienz widmen, ein Fachbegriff aus der Psychologie, bei dem es sich grob gesprochen um eine Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Infekten handelt. „Impfverweigerung und Impfgegner sind eine weltweite Gefährdung“, legte sich dazu Karl Zwiauer, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde St. Pölten und Initiator des Impftages, bei einer Pressekonferenz in Wien fest. Durch höhere Durchimpfungsraten würden sich zum Beispiel Krankenhausaufenthalte und Arbeitsausfälle verringern lassen, was sich wiederum wirtschaftlich und gesellschaftlich positiv auswirken würde. Zwiauer: „Impfen bringt persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen und ist die effektivste und kostengünstigste Maßnahme, sich vor gewissen Krankheiten zu schützen.”

Die derzeitige Masernepidemie in Europa zeigt die Auswirkungen von Widerständen gegen die Impfung, wurde betont. Auch in Österreich waren Impfungen in den letzten Monaten wegen eines Masernausbruchs in der Steiermark wieder häufig Thema in der Öffentlichkeit. Mit Stand 1. März 2019 wurden heuer bereits 58 Masernfälle gemeldet”, berichtete dazu Maria Paulke-Korinek, Abteilungsleiterin Impfwesen im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Für verstärkte Aufklärung und weitere Impfaktionen sprachen sich auch Robert Weinzettel, Impfreferent der NÖ-Ärztekammer, Peter Gonda, Präsident der NÖ-Apothekerkammer und Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte der NÖ-Ärztekammer, aus.