Ab 16. März auf der Schallaburg: „Der Hände Werk“

Keramik ein gefragtes Material auch in der Autoindustrie: Im Bild eine High-tech Keramik - Bremsscheibe von Porsche (Bildquelle: Porsche)
Keramik ein gefragtes Material auch in der Autoindustrie: Im Bild eine High-tech Keramik - Bremsscheibe von Porsche (Bildquelle: Porsche)

Was schaffen unsere Hände? Von Schaugerichten, einzigartigen Alltagsobjekten zu technischen Innovationen!

„Der Hände Werk“ – eine Ausstellung mit einem neuen Blick auf unser aller Hände und dem, was die Hand so Einzigartiges schafft.

Wunderwerkzeug Hand
Sagt Ihnen der Begriff Schaugericht etwas? Nein, besser gesagt – noch nicht! Solche faszinierenden und zugleich dekorativen Objekte schmückten im Frühbarock festliche Tafeln. Diese wurden als spektakuläre Attraktionen angerichtet; waren nicht für den Verzehr bestimmt sondern dienten der Zurschaustellung des Reichtums beziehungsweise zur Unterhaltung; sie sorgten für Gesprächsstoff  und Amusement der Gäste. Zumeist handelte es sich dabei um Porzellanminiaturen, Terrinen oder in diesem Fall um einzigartige Gewürzstreuer für Salz und Pfeffer aus dem Hause Esterházy.

Besondere Wertschätzung erfuhr Porzellan aus Japan und China; dort stellte man die Porzellanteile her, die schließlich in Europa mittels Metallmontierungen zu größeren Ensembles ergänzt wurden.

Werkstoff Keramik 
In ihrer langjährigen Geschichte durchliefen Porzellan und Keramik unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und Interpretationen. Viele Objekte des täglichen Gebrauchs bestehen aus diesen Materialien.

Das Wissen über verschiedene kulturelle Traditionen und Werkzeuge verbindet Keramikerin Martina Zwölfer mit modernen Technologien in ihrer Arbeit. Kenntnisse über verschiedenste Stile und Materialien sammelte sie bei Studienaufenthalten in Japan, China und im europäischen Raum. Ihr Ziel: alltagstaugliche Produkte zu gestalten, die einen lang anhaltenden Bestand besitzen und eine zeitgenössische Formensprache haben.

Der Heizquelle des alpinen Raums ab dem 14. Jh. widmet sich Künstlerin Marie Janssen – Kachelöfen: Ihr „Tuchofen“-Projekt, eine Serie von sieben Öfen, sämtlich von Hand geformt, baut auf einer sorgfältigen Untersuchung dieser mitteleuropäischen Tradition auf. Mittels traditioneller Handwerkstechnik werden diese neu interpretiert und in das Heute übersetzt.

Auch für technische Innovationen, sei es in der Medizintechnik oder auch in der Industrie, ist Keramik ein gefragtes Material!

Mehr dazu ab 16. März in: „Der Hände Werk“ auf der Schallaburg.