50. Objekt in der Schwerpunktausstellung platziert

Das 50. Objekt in der Schwerpunktausstellung zur Ersten Republik (Bildquelle: Museum Niederöstereich)
Das 50. Objekt in der Schwerpunktausstellung zur Ersten Republik (Bildquelle: Museum Niederöstereich)

Aufbauarbeiten im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich voll im Gange

Im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich ist ab 10. September 2017 neben der Dauerpräsentation auch die Schwerpunktausstellung „Die umkämpfte Republik: Österreich 1918-1938“ zu sehen. Damit widmet sich das neue Museum von Anfang an brisanten Themen der Zeitgeschichte. Heute platzierte Museums-Geschäftsführer Matthias Pacher zusammen mit Philipp Lesiak vom Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung das 50. Objekt der Schwerpunktausstellung persönlich in der Vitrine. Es ist ein Puppenofen aus Kupfer, der in den wirtschaftlich schweren Zeiten der Ersten Republik auch zum Kochen verwendet wurde.

„Dieses Exponat ist eines von 3.000 Objekten, die uns für die Ausstellung zur Ersten Republik im Rahmen einer Sammelaktion angeboten wurde“, erklärt Philipp Lesiak vom Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung, das die Sammelaktion durchgeführt hat. „Das Objekt aus Privatbesitz ist somit das erste Mal öffentlich zu sehen. Die Leihgeberin aus Scheibbs schrieb uns in einem Brief, dass dieser kleine Puppenherd in der Zwischenkriegszeit von ihrer Großmutter mit Kerzenresten, zusammengedrehtem Papier oder Holzspänen auch zum Zubereiten von Tee und Ähnlichem benutzt wurde“, so Philipp Lesiak.

„Dieser Puppenofen steht für die große wirtschaftliche Not der Zwischenkriegszeit. Er ist zusammen mit Ersatzgeld, einem Kriegskochbuch und Zigaretten- und Zuckerkarten zu sehen“, ergänzt Matthias Pacher, Geschäftsführer vom Museum Niederösterreich. „Es sind genau diese Geschichten hinter den Objekten, die passend unserem Motto ‚Einblicke gewinnen. Geschichte verstehen‘ das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich ausmachen. Neben Objekten aus Privatbesitz zeigen wir auch viele Schätze aus den Niederösterreichischen Landessammlungen und von unseren regionalen und lokalen Partnern“, so Pacher.

61 Tage vor der Eröffnung schreiten die Arbeiten am Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich und der Schwerpunktausstellung „Die umkämpfte Republik: Österreich 1918-1938“ zügig voran. Das Haus der Geschichte versteht sich als Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Vermittlung und wird die Geschichte Niederösterreichs im zentraleuropäischen Kontext auf eine ganz neue Weise beleuchten. Am ersten Öffnungstag (10. September 2017) erwartet alle Gäste unter dem Motto „Wir leben Geschichte!“ ein buntes und umfangreiches Programm. Um die Zeit bis zur Eröffnung zu verkürzen, bieten die „Sonntage im Museum“ am 6. August und 3. September 2017 mit einem Familienprogramm erste Einblicke in die neuen Ausstellungen.